Verein

1. Vorsitzender:
Andreas Meyer

Sebastianstr. 4,
92369 Sengenthal
Tel. (09181) 6165

 

Mail: muenzverein-neumarkt[at]gmx.de .

Internet: www.muenzverein-neumarkt.de

Zusammenkunft:
jeden 1. Donnerstag im Monat, 20 Uhr im Johanniszentrum-Kolpinghaus in Neumarkt/Opf., Ringstr. 61

 

Aktuell:

2. Februar 2017, 20.00 Uhr Vortrag

Referent: Hans Regensburger aus Mörsdorf, liest aus seinem Roman "Plaisir d'amour" basierend auf den Text von Jeaun Paul Egide Martini. (Letzte Möglichkeit zur Einlieferung für die Aprilauktion)

Termine

5. Januar 2017

2. Februar 2017

2. März 2017

6. April 2017

4. Mai 2017

1. Juni 2017

6. Juli 2017

7. September 2017

5. Oktober 2017

2. November 2017

7. Dezember 2017

 

Medaillen

Kunstgussmedaille auf den Oberpfälzer Komponisten "Jean Paul Egide Martini" von Maya Graber (Schweiz)

 

NEUMARKT. Am 14. Februar 2016 jährt sich der 200. Todestag des bekannten Oberpfälzer Komponisten Jean Paul Egide Martini, der am 31. August 1741 in Freystadt als "Johann Paul Aegidius Martin" als sechstes Kind des Organisten und Schullehrers Andreas Martin und seiner Frau Barbara, geb. Aich, das Licht der Welt erblickte.

In diesem Jahr feiert die Stadt Freystadt mit Recht das Martini Jahr um ihren berühmten Sohn, der als Komponist zu Weltruhm erlangte, ein würdiges Andenken zu bewahren.

Diese Idee beflügelte im vorigen Jahr auch die Mitglieder des Münzverein Neumarkt, Martini eine Medaille zu widmen, so 1. Vorsitzender Andreas Meyer. Noch dazu dürfte es die erste Medaille überhaupt auf Martini sein. Den in der einschlägigen Medaillen Literatur auf  Musikermedaillen von Paul Niggl ist kein einziges Stück  erwähnt. Sie ist bis heute das meist gebrauchte Zitierwerk für Musikermedaillen.   

Mit der Herausgabe seiner jetzt vierten Kunstgussmedaille zum ersten mal in einer etwas frei gestalteten Machart und in einer neuen Bismut - Wismut Legierung, erinnert der "Münzverein  Neumarkt/OPf. u. Umgeb. e. V. - gegr. 1990" an "Jean Paul Egide Martini", dem nach Christoph Willibald Ritter von Gluck, als zweiter Oberpfälzer Komponist, jeweils im Landkreis Neumarkt geboren, eine große musikalische Karriere in Frankreich gelang.

Die Kunstgussmedaille gestaltete die in der Schweiz lebende Künstlerin Maya Graber. (siehe Vita). Der Münzverein Neumarkt lernte die Bildhauerin und Medailleurin Maya Graber im November 2014 in der staatlichen Münzsammlung in München kennen. Dort stellte Sie mit weiteren Medailleuren anlässlich der Jahrestagung der "Gesellschaft für Medaillenkunde" in München aus.

Ihr Expressionistischer und ausdruckstarker Freigestalteter Medaillenstil gefiel damals auch den anwesenden Vorstandsmitgliedern des Münzverein Neumarkt. Die Mitglieder unterstützten das Vorhaben und die Künstlerin gestaltete daraufhin einen ersten Entwurf, so der Vorsitzende.

Das wohl bekanntestes Werk Martinis ist das Chanson „Plaisir d´amour“ aus dem Jahr 1784. Aus der Novelle "Célestine" stammt die berühmte Romanze "Plaisir d`amour", sie erzählt die Geschichte eines Hirtenjungen, der seiner untreuen Geliebten nachweint. Martini vertonte diese Romanze. 1785 wird sie erstmals veröffentlicht. Mit der Romanze erlangt er unter anderem zu Weltruhm.

Die Stationen Martini waren neben Freystadt, das Jesuitenseminar in Neuburg an der Donau, ihm folgten vier Semester der Philosophie in Freiburg, bevor Martini Deutschland in Richtung Frankreich verlies.

In Nancy lernte er 1760 zwei Orgelbauer kennen, die ihm Unterkunft und Arbeit gaben. Mit seinen Kompositionen, die er in dieser Zeit schrieb, fand er bald Anstellung am königlichen Hof.

1764 heiratete er Marguerite Camelot aus Nancy und zieht mit ihr nach Paris. Viele Hoch und Tiefs folgten, seine Ehe wurde geschieden. Mit einem Requiem  am 21. Januar 1816 zum Jahrestag der Hinrichtung Ludwig XVI. in St. Denis beendete Martini seine schöpferische Tätigkeit.

Am 14. Februar 1816 stirbt Jean Paul Egide Martini in Paris 2, rue de la paix. Er erhält ein Staatsbegräbnis. Die nach ihm benannte Straße, rue Martini, liegt zwischen der Gare du Nord und der Gare de l'Est (Nord- und Ostbahnhof). Sein Grab soll sich am großen Friedhof Père-Lachaise in Paris befinden.  

 

Medaillenbeschreibung:

Die Vorderseite zeigt ein Portrait und den Namen des Komponisten Jean Paul Egide Martini mit seinen Geburtsdaten und der Kuppel der Freystädter Wallfahrtskirche. Diese symbolisiert seinen Geburtsort Freystadt in der Oberpfalz. Rechts vom Portrait steht der Herausgeber der Medaille in drei Zeilen: "MÜNZVEREIN NEUMARKT OPF."   

  Wismut-Medaille von M. Graber für Neumarkt 2016       

 

Auf der Rückseite greift die Medailleurin das Leben Martinis auf. Die Troddeln des Theatervorhang, er war ja unter anderem Theaterintendant, hängen spielerisch über einer Notenblattrolle, welche die bekannte Oper „plaisir d`amour“ symbolisiert. Im Hintergrund steht der Eifelturm, weil er in Paris verstorben ist. Mit den Sterbedaten ist sein Künstlername „Martini il Tedesco“ (Martini der Deutsche) zu lesen.

Die auf Kreissegmenten angeordnete Schrift zeugt von den vielen Lebensstationen Martinis, welche auch von Hochs und Tiefs geprägt waren.

 

Bilder (A. Meyer)

 

Die Medaille kann ab sofort beim Münzverein Neumarkt/OPf. unter Tel: 09181 / 6165 oder auf der Homepage: www.muenzverein-neumarkt.de zum Preis von 69 Euro bestellt werden.

Technische Daten der Kunstgußmedaille:

Die Medaille ist ein Künstlerguss in einer Bismut / Wismut  Legierung  – grünlich patiniert. Die Legierung besteht aus 62 % Bismut / Wismut und 38 % Zinn.

Durchmesser: ca. 75 auf 65 mm, Dicke: ca. 12 mm, Gewicht: ca. 150 Gramm.

 

Vita zur Künstlerin, Maya Graber:

Die 41 jährige Diplom Bildhauerin Maya Graber wurde in Sempach / Schweiz geboren.

Nach Abschluss der Sekundarschule 1990 besuchte sie ab 1992 die Fachschule für frei Gestaltung in Farbmühle bei Luzern. Eine Lehre als Steinbildhauerin und der  Tätigkeit in der Kunstgießerei Bellform schloss sich an. Im Anschluss studierte Maya Graber an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle /Saale Figürliche Bildhauerei bei Professor Bernd Göbel. Das Studium bereicherte ein halbjähriger Austausch in die Medaillenklasse der Kunsthochschule in Lissabon. Nach dem Diplom beschloss Maya Graber die Ausbildung als Meisterschülerin.

Seit 2005 arbeitete sie als freischaffende Künstlerin und macht Ausstellungen im In- und Ausland. Einige ihrer Arbeiten finden sich heute in Museen und Sammlungen, so im British Museum in London, im Bodemuseum Berlin, den Staatlichen Münzsammlungen Dresden und München, dem Münzkabinett Winterthur oder im Musée de l’Art et d’Histoire in Neuchâtel.

Heute entstehen an einem lauschigen Ort im Obergoms im Schweizer Rhonetal in der Bildhauerwerkstatt von Maya Graber lebensgroße und kleinere Figuren, Kunstmedaillen, Portraits und Auftragsarbeiten hauptsächlich in Modelliertechnik aus Wachs, Ton oder Knete. Die gefertigten Arbeiten werden in Metall oder Polymerstuck gegossen.                                                                                      (Andreas Meyer)

14. Neumarkter Weihnachtstaler 2015

Münzverein Neumarkt gibt 14. Neumarkter Weihnachtstaler heraus.

Die Stadtpfarrkirche St. Johannes wurde zum Münster erhoben.

Vom Geschmack her mundet der 14. Neumarkter Weihnachtstaler nicht so, wie der angebotene Münsterschinken, die Münsterkekse oder die  Münsterschokolade die derzeit in Neumarkt in aller Munde sind. Dafür so der 1. Vorsitzende des Münzverein Neumarkt /OPf., Andreas Meyer ist er langlebig und in Feinsilber geprägt, eben für die Nachwelt gemacht.

Die 14. Auflage der Serie der "Neumarkter Weihnachtstaler" ist aktuell der Stadtpfarrkirche St. Johannes gewidmet. Sie wurde am 24. Juni 2015 durch den Eichstätter Bischof Dr. Gregor Maria Hanke OSB zum Münster erhoben und ist neben Heidenheim und Ingolstadt die dritte Münsterkirche im Bistum Eichstätt.

Abbildung auf der Website des Vereins [ hier ]

Seit 2002 kommt alljährlich eine Neumarkter Kirche oder Kapelle und die jeweilige Krippe auf die begehrten Sammelobjekte.

So leicht war es noch nie, so Meyer ein Thema auszuwählen. Nach bekanntgabe, das die Pfarrkirche St. Johannes zum Münster erhoben werde, hatten die Mitglieder der Vorstandschaft des Münzverein alle die gleiche Idee eingebracht. Auch Domkapitular und Stadtpfarrer Norbert Winner wurde in die Idee mit eingebunden und freute sich dass der Münzverein Neumarkt diese einmalige Idee in die Tat umsetzt. Dies werde sicherlich für viele Sammler ein schönes Weihnachtsgeschenk, war sich Winner sicher. Bereits jetzt kann man sich schon in der Vorweihnachtszeit an dem schönen in Silber glänzendem "Münster Weihnachtstaler" erfreuen.

Der 14. Neumarkter Weihnachtstaler zeigt auf der Vorderseite die Außenansicht der Pfarrkirche St. Johannes in Neumarkt. Sie wurde am 24. Juni 2015 durch seine Exzellenz Bischof Dr. Gregor Maria Hanke OSB bei einem feierlichen Gottesdienst zum „Münster“ erhoben. Über dem Kirchendach zwischen den sieben Sternen stehen die Jahreszahlen 1190 – 2015. Im Jahre 1190 wurde an dieser Stelle eine erste aus Holz gebaute romanische Kirche eingeweiht. Genau zum 825- jährigen Kirchenjubiläum verlieh Bischof Hanke den Titel „Münster“. Die Umschrift der Vorderseite, die durch die Turmspitze geteilt ist, lautet: „WEIHNACHTEN 2015 - MÜNSTER ST. JOHANNES – NEUMARKT / OPF.“.

Die Rückseite des Weihnachtstalers zeigt die im Münster St. Johannes in der Immanuelkapelle aufgebaute Historische Barrockkrippe. Die wechselnden Darstellungen zeigen im Weihnachtsfestkreis die Geburt und Anbetung Jesu durch die Hl. Dreikönige. Die Umschrift der Rückseite lautet: „BAROCKKRIPPE – ST. JOHANNES“.

Den 14. Neumarkter Weihnachtstaler gibt es in 15 Gramm schweren Feinsilber in  Spiegelglanz oder Patiniert bei 35 Millimeter Durchmesser für 47 Euro. Eine weitere Ausprägung erfolgt auch auf Vorbestellung in Feingold (999/000) wobei hier die Tagespreise Ausschlaggebend sind, so Meyer.

Jeder Weihnachtstaler ist am Rand nummeriert mit einem Etui, Echtheitszertifikat und Infoblatt zum Münster St. Johannes versehen.

Der Weihnachtstaler ist beim Münzverein Neumarkt/OPf., 1. Vorsitzender Andreas Meyer (Tel: 09181 / 6165), bei Kassier Reinhard Beck (Tel: 09181 / 20911) erhältlich. Weiter kann der Weihnachtstaler auch auf der Homepage unter: www.muenzverein-neumarkt.de bestellt werden.

Wer noch Ausgaben der zurückliegenden Jahre sucht, kann sich ebenfalls auf der Homepage informieren. „Restauflagen können vereinzelt noch erworben werden“. (Andreas Meyer).

 

Jubiläumsmedaille ehrt den Patron der Münzsammler, den "Heiligen Eligius"

Die Jubiläumsmedaille ehrt den Patron der Münzsammler, den "Heiligen Eligius".

Medailleur Peter-Götz Güttler gestaltete Medaille / Bestellung ab sofort möglich.

 

Jubilaeumsmedaille

 

NEUMARKT. Der Münzverein Neumarkt feiert aktuell sein 25 jähriges Bestehen und feiert sich selbst mit einer Jubiläumsmedaille. Sie ist dem Patron der Münzsammler, dem "Hl. Eligius" gewidmet.

Gerade rechtzeitig, so 1. Vorsitzender Andreas Meyer, kam das Medaillenpaket vom Dresdner Medailleur Peter-Götz Güttler, auf das man schon seit Tagen gespannt wartete. Der 76 jährige Medailleur, der fast 700 Medaillen geschaffen hat, ist dennoch für die Mitglieder des Münzverein Neumarkt/OPf. kein unbekannter. Zum dritten Male gestaltete er eine Kunstgußmedaille, in Weißmetall gegossen, für den Münzverein Neumarkt. Die gewünschten Vorgaben von Seiten der Vorstandschaft, so Andreas Meyer, setzte der Medailleur nach Reinzeichnung einwandfrei um. So dass man sich jetzt auf ein neues Stück in der eigenen Sammlung freuen darf.    

Die Vorderseite die Neutral gehalten wurde, zeigt den Arbeitsmenschen, den "Heiligen Eligius, den Patron der Münzsammler und Hufschmiede" bei seiner Tätigkeit. Nachdenkend bearbeitet der Heilige Eligius ein Stück Metall mit Hammer und Schabeisen. Der angedeutete Heiligenschein trägt seine Insignien "Eligi", wie sie auf seinen Original "Triens" Goldmünzen die er unter König Chlodwig II. aus Paris geprägt hatte, oftmals vorkommen.

Vor im liegen verschiedene Hilfswerkzeuge wie Punzeisen und Stichel. Im Hintergrund brennt das Feuer der Esse, darin wird ein Hufeisen zum Glühen gebracht. Ein Junge wartet mit seinem Pferd darauf, das der Hl. Eligius dem Pferd ein neues Hufeisen anpassen wird.

Der Hl. Eligius ist um 589 in Chaptelat bei Limoges in Frankreich geboren. Am 1. Dezember 659 oder 660 starb er in Nyon in Frankreich. Der 1. Dezember ist auch sein Patronatstag.

Die Rückseite zeigt eine Sammlerszene, wie sie manchmal auch bei den Mitgliederabenden des Münzverein Neumarkt vorkommt. Der mittlere der drei Sammler untersucht, tief über den Tisch gebeugt, die aus einem Füllhorn quellenden Münzen mit der Lupe, der rechte Sammler studiert die Literatur zur Bestimmung der Münzen und der linke Sammler sortiert die Münzen fachgerecht in einen Münzschuber.

Alle drei verbindet eines, nämlich, das "Sammeln". Die äußere untere Umschrift deutet darauf hin. "Geteilte Freude ist doppelte Freude", so ist es auch bei den Mitgliedern des Münzverein, wenn jemand ein seltenes Stück aus seiner Sammlung -  allen zeigen kann. Die beiden inneren Umschriften zeigen das Jubiläumsjahr des Münzverein an: "25 Jahre Münzverein Neumarkt OPf. u. Umgebung e. V. 1990 - 2015".

Die in Weißguß gegossene Kunstgußmedaille hat einen Durchmesser von ca. 100 Millimeter und wiegt ca. 300 Gramm. Zum Preis von 65 Euro kann die Medaille beim 1. Vorsitzenden des Münzverein Neumarkt, Andreas Meyer unter (Tel: 09181 / 6165) oder auf der neuen Vereinshomepage unter www.muenzverein-neumarkt.de bestellt werden.                   

Andreas Meyer

Kunstgussmedaille auf den Oberpfälzer Komponisten "Christoph Willibald Ritter von Gluck"

Kunstgussmedaille, anlässlich des 300. Geburtstages des Oberpfälzer Komponisten "Christoph Willibald Ritter von Gluck"

Herausgeber: Münzverein Neumarkt/OPf. u. Umgebung e. V. - gegr. - 1990

Kunstmedaille auf Gluck

Medaillenbeschreibung: 

Die Vorderseite der Medaille zeigt das Kopfbild Glucks mit Haarzopf nach links. Es ist dem Relief des Grabsteines am Wiener Zentralfriedhof nachempfunden. Am Ende des Haarzopfes und am Medaillenrand ist das gepunzte "G" für den Dresdner Medailleur Peter-Götz Güttler sichtbar. Der unter dem Hals aufgesetzte rechteckige Ausschnitt zeigt das Titelblatt seines ersten gedruckten Werkes in englischer Sprache. Weiter wird auf die bekannten Reformopern von Gluck, wie Artaserse, Orpheus und Eurydike und Alceste hingewiesen. Die linksseitige Umschrift in drei Zeilen lautet: "CHRISTOPH WILLIBALD RITTER VON / GLUCK / * 2.7.1714 ERASBACH -hinter dem Kopf das Sterbedatum: t 15.11.1787 WIEN"

 

Die geteilte Rückseite zeigt in der oberen hälfte das Geburtshaus mit Lattenzaun in Erasbach, darunter die Taufkirche Glucks, die Pfarrkirche St. Willibald in Weidenwang hinter der Kirchenmauer bei Sonnenaufgang. Die mittel Zeile beginnt mit einem Notenschlüssel und lautet: "GLUCKS FRÜHE JAHRE I.D. OBERPFALZ". Die Umschrift der oberen Hälfte lautet in zwei Zeilen: "DAS GEBURTSHAUS IN ERASBACH / BEI BERCHING". Die Umschrift der unteren Hälfte lautet in zwei Zeilen: "DIE TAUFKIRCHE ST. WILLIBALD IN WEIDENWANG / TAUFE AM 4 JULI 1714

 

Technische Daten der Kunstgußmedaille: 

Die Medaille ist ein Künstlerguss in Weißmetall — patiniert, hergestellt. Die Legierung besteht unter anderen aus Zinn, Blei, Kupfer und Antimon.

Durchmesser: ca. 104 mm

Dicke: ca. 9 mm

Gewicht: ca. 310 Gramm

Auch für die Schaffung dieser Medaille waren laut Peter-Götz Güttler ca. 45 Arbeitsgänge nötig.

Jubiläum

Am 26. April 1990 wurde der Münzverein Neumarkt/OPf. aus der Taufe gehoben. Jetzt, am 17. und 18. Juli 2015 wird man bei einer Feierstunde auf 25 Jahre Münzverein Neumarkt zurückblicken.

Im Vereinslokal, Kolpinghaus Johanneszentrum in Neumarkt wird man an diesen beiden Tagen den Mitgliedern und Gästen zwei „Numismatischen Fachvorträge“ bieten, so der 1. Vorsitzende des Münzvereins Neumarkt, Andreas Meyer. Dazu hat man sich zwei bekannte Referenten nach Neumarkt eingeladen, die im Dachverband bestens bekannt sind. Waren beiden doch jeweils schon sechs Jahre Präsident der DNG. Mit Dr. Rainer Albert aus Speyer und Albert Raff aus Stuttgart dürfen sich die Mitglieder des Münzverein Neumarkt auf zwei interessante Festvorträge freuen. Am Samstag steht dann der Rückblick zur Vereinsgeschichte, Grußworte und die Ehrungen der Gründungsmitglieder an.

Beim Blättern in den Protokollen des Vereinsarchivs wurde festgehalten, dass die offizielle Vereinsbezeichnung bei der Gründungsversammlung am 26. April 1990 auf „Münzverein Neumarkt/OPf. u. Umgeb. e.V. – gegr. 1990“ festgelegt wurde. Der Grund dafür ist, so der Vorsitzende, dass doch zahlreiche der mittlerweile 52 Mitglieder aus den verschiedenen Gemeinden des Landkreises Neumarkt kommen. Bereits am 19. Juli 1990 wurde der Münzverein Neumarkt ins Vereinsregister des Amtsgerichtes Neumarkt unter der Nummer VR 353 eingetragen.

Der 1. Vorsitzender, Andreas Meyer, selber Gründungsmitglied, erinnert sich noch genau an den 26. April 1990, als sich noch am Gründungsabend 17 Mitglieder für eine Gründung des Münzverein Neumarkt aussprachen und der vorliegenden Satzung zustimmten. Seit 25 Jahren gehört der Münzverein Neumarkt auch dem Dachverband der Deutschen Numismatischen Gesellschaft (DNG) an und ist einer von derzeit gut 80 Münzvereine in Deutschland. Der Vorteil dafür ist, so der Vorsitzende, dass alle Mitglieder monatlich aktuell durch die Verbandszeitschrift, das Numismatische Nachrichtenblatt (NNB), über alle Fachgebiete der Numismatik, über Neuheiten und wichtige Termine informiert werden.

Zustande kam die Vereinsgründung eines Münzverein in Neumarkt vor allem durch das große Engagement von Josef Hackl, der in enger Zusammenarbeit mit der Sparkasse Neumarkt dieses Vorhaben in die Tat umsetzte. Josef Hackl wurde noch am Gründungsabend zum 1. Vorsitzenden, Albert Böcker zum Stellvertreter, Michael Meyer zum Kassier und Andreas Meyer zum Schriftführer gewählt. Seit 1994 steht Andreas Meyer dem Münzverein vor, Albert Böcker war 20 Jahre, seit Vereinsgründung bis zum Mai 2010, Stellvertreter gewesen. Ab 2010 übernahm diesen Posten Michael Meier aus Greißelbach. Nach dessen Tod übernahm im Mai 2014 mit Florian Klenovsky ein junges Nachwuchsmitglied den Posten des 2. Vorsitzenden. Vervollständigt wird die Vorstandschaft seit vielen Jahren durch Kassier Reinhard Beck und Schriftführer Friedrich Fischer.

Aus dem § 2 der Satzung, „Zweck des Münzvereins“, geht hervor, dass der Verein ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke verfolgt. Insbesondere durch volksbildende numismatische Veranstaltungen. Zu diesem Zweck finden in regelmäßigen Abständen Mitgliederversammlungen, Vorträge, Ausstellungen, Exkursionen, Münzbörsen, Münzauktionen und Studienfahrten statt.

Zwei besondere Höhepunkte der 25-jährigen Vereinsgeschichte gab es für den Münzerein Neumarkt: Im Jahre 1999 war man Ausrichter des 34. Süddeutschen und im Jahre 2009 des 44. Süddeutschen und 6. Deutschen Münzsammlertreffens.

In 25 Jahren Vereinsgeschichte darf man aber auch die Herausgabe der jährlichen Vereinsmedaillen und seit 2002 der Weihnachtstaler auf besondere heimatgeschichtliche Anlässe nicht vergessen. Aktuell bringt man mit der Jubiläumsmedaille zur 25. Jahrfeier des Münzvereins Neumarkt/OPf. die 53. Medaille heraus. Die für alle Zeiten auf dem „Runden Metall“ festgehaltenen historischen Ereignisse haben uns bei der Stadt Neumarkt und beim Landkreis Neumarkt schon viele Sympathien eingebracht.

Das Programm zur 25- Jahrfeier

Freitag, 17. Juli, ab 19 Uhr im Vereinslokal Johanneszentrum Dia-Festvortrag durch Dr. Rainer Albert, Speyer, zum Thema:31 vor Christus: Der Kampf um die Welt“.

Samstag, 18. Juli, ab 9.00 Uhr im Vereinslokal Johanneszentrum, Rückblick 25 Jahre Münzverein Neumarkt, Grußworte, Ehrungen der Gründungsmitglieder.

Anschließend 2. Festvortrag durch Albert Raff, Stuttgart, zum Thema: Die Medaillen der württembergischen Nebenlinien Öls und Neuenstadt.

Ausklang der 25-Jahrfeier mit gemeinsamen Mittagessen und gemütlichem Beisammensein.

Andreas Meyer

Berichte

Münzverein Neumarkt/OPf. ehrte seine Mitglieder für die langjährige Treue.

Ehrung

Bild (Andreas Meyer).

Die beiden Vorsitzenden des Münzverein Neumarkt Andreas Meyer und Florian Klenovsky ehrten Mitglieder für langjährige Treue zum Münzverein mit Urkunden.

Jahresversammlung mit Neuwahlen / Über 6000 Klicks auf der Homepage.

 

NEUMARKT. Die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen im zweijährigen Turnus und Ehrungen der Mitglieder standen beim Münzverein Neumarkt/OPf am Mittwochabend im Vereinslokal Johanneszentrum in der Ringstraße 61 an.

In seinem Tätigkeitsbericht, sagte 1. Vorsitzender Andreas Meyer dass mit der 25 Jahrfeier im Juli 2015 viel organisatorisches von der Vorstandsmitgliedern geleistet wurde. Dies war sicherlich mit den beiden Referenten Dr. Rainer Albert aus Speyer und Albert Raff aus Stuttgart, zwei Altpräsidenten der Deutschen Numismatischen Gesellschaft (DNG) der Höhepunkt im zurückliegenden Vereinsjahr, so Meyer.

Aber auch so konnte an den elf Vereinsabenden, jeden ersten Donnerstag im Monat trifft man sich im Vereinlokal, von vielen Aktionen berichtet werden. Ein Volltreffer waren die Expertentage im vorigen Jahr. An drei Tagen wurden 111 Personen  kostenlos über ihre gesammelten "Schätze" durch Dr. Hubert Ruß von der Fa. Künker aufgeklärt. Dies brachte dem Münzverein nicht nur viel Lob ein, sondern im Nachgang auch zwei Neumitglieder, so Meyer. Aber auch Maßnahmen zur Weiterbildung über Münzen und Medaillen wurden den Mitgliedern mit der Fahrt zur Numismata nach München oder beim Vortrag über Prägetechniken auf Münzen und Medaillen, geboten. Sehr rege wurden auch die Tauschabende und die einmal im Jahr stattfindende öffentliche Münzauktion angenommen, wusste Meyer zu berichten. Gesellschaftlich traf man sich zum Grillfest oder bei der alljährlichen Nikolausfeier mit Besuch des Neumarkter Christkindes. Bei drei Vorstandsitzungen wurden Termine und organisatorisches besprochen und festgelegt. An Medaillenneuheiten brachte man den 14. Neumarkter Weihnachtstaler auf den "Münster St. Johannes" und jetzt im Februar auf den 200. Todestag auf den bekannten Komponisten "Jean Paul Egide Martini" heraus, so der Vorsitzende. Bei allen die dazu Vorschläge einbrachten und bei der Umsetzung mitwirkenden bedankte sich Meyer sehr herzlich. Die beiden Medaillen, so Meyer erfreuten sich allgemeiner Beliebtheit bei Heimatsammlern. Es gibt nur noch einzelne Stücke. 

Sieben Mitglieder wurden anlässlich ihrer runden Geburtstage besucht, zwei Mitglieder musste man auf den letzten Weg begleiten. Aktuell zählt man 55 Mitglieder, ein Anstieg um drei Mitglieder im zurückliegenden Jahr, so Meyer in  seinen Ausführungen.

Kassier Reinhard Beck gab einen ausführlichen Kassenbericht. Durch die 25 Jahrfeier habe man die Kasse ein wenig strapaziert, aber den Mitgliedern habe die Jubelfeier bestens gefallen und das sei das wichtigste, so der Kassier.

Die Kassenprüfer Josef Spangler und Michael Meyer hatten nichts zu bemängeln an der Kassenführung, so das die komplette Vorstandschaft bei Enthaltung der Vorstandschaft einstimmig entlastet wurde.

Stellvertretender Vorsitzender und Administrator der neuen Vereins Homepage, Florian Klenovsky, stellte die aktuelle Statistik vor. So wurde seit der Freischaltung am 18 Juli 2015 in 295 Tagen über 6000 Mal die Homepage angeklickt, um sich über den Münzverein Neumarkt zu erkundigen oder um sich eine Medaille zu bestellen. Das entspricht 22 Klicks pro Tag, freute sich Klenovsky. Aktuelle Infos können unter: www.muenzverein-neumarkt.de abgerufen werden, so der Administrator.

Vor den Neuwahlen konnten die beiden Vorsitzenden Andreas Meyer und Florian Klenovsky folgende Mitglieder mit Urkunden ehren: 10 Jahre, Karl Inderst für den  Briefmarkensammlerverein Neumarkt, 15 Jahre, Luise Böhmer, Werner Barteczko und Vladimir Marinko. Für 20 Jahre Erwin Geitner und für 25 Jahre, Giuseppe Ranieri, Werner Rössel und Albert Lukas.

Die Neuwahlen brachten eine Änderung mit sich. 1. Vorsitzender bleibt Andreas Meyer, Stellvertreter, Florian Klenovsky, Kassier, Reinhard Beck, Schriftführer, Friedrich Fischer. Als Beisitzer wurde Christoph Krauß bestätigt, neu ist Kevin Blomeier. Die Kasse prüfen wieder Josef Spangler und Michael Meyer.

In seiner Vorausschau kündigte der Vorsitzende eine Tagesfahrt für den Herbst 2016 an. Dabei will man die Bayerische Landesausstellung in Aldersbach zum Thema: Bier in Bayern" - 500 Jahre Reinheitsgebot, besuchen. Der Termin wird zeitnah bekannt gegeben.

Der Vorsitzende nimmt an der Hauptversammlung mit Neuwahl des Präsidiums der DNG vom 17. bis 19 Juni 2016 in Potsdam teil.  

(Andreas Meyer).

Nachruf

Münzverein Neumarkt trauert um seinen Vereinsgründer Josef Hackl.

 

 

NEUMARKT/MARQUARTSTEIN. Am Donnerstag, den 26. April 1990 hob Josef Hackl mit weiteren 16 Gründungsmitgliedern den "Münzverein Neumarkt/OPf. und Umgebung e. V" aus der Taufe. Am vergangenen Mittwoch, 25. 01.2017 verstarb der Gründungsvorsitzende von (1990 bis 1994) nach kurzer Krankheit im Alter von 86 Jahren in München. Seinen Lebensabend verbrachte Josef Hackl im Oberbayerischen Marquartstein.

Für den 1. Vorsitzenden des Münzverein Neumarkt, Andreas Meyer und für die aktuell 54 Mitglieder des Vereins sei dies ein herber Verlust. An vielen Vereinsabenden teilte Josef Hackl sein Fachwissen mit uns Hobbysammlern, hielt immer wieder interessante Lichtbildervorträge und vermittelte an zahlreichen Münzen und Medaillen das besondere Wissen darum, so Meyer. Ebenso wurden unter seiner Regie interessante Fahrten mit Numismatischem Hintergrund unternommen, meistens zu alten längst vergessenen  Münzstätten wie ins böhmische Kuttenberg oder nach Hall in Tirol. Josef Hackl führte auch die langjährigen und erfolgreichen Münzbörsen in der Sparkasse ein. Der Münzverein Neumarkt zeichnete Hackl für sein großes Engagement im Rahmen der 10-  Jahresfeier im Jahre 2000 mit der Ehrenmitgliedschaft aus. Dem Neumarkter Gründungsverein hielt er bis zuletzt die Treue.

Seinen Sammlerschwerpunkt legte Josef Hackl auf das Forschen und Bewahren. In Numismatikerfachkreisen war Josef Hackl weithin bekannt. So gelang ihm als einzigen Numismatiker, den Eligiuspreis der Deutschen Numismatischen Gesellschaft (DNG) für hervorragende Numismatische Arbeiten in den Jahren 1986 und 1988 zwei Mal zu gewinnen.

Geboren wurde Josef Hackl am 6. November 1930 in Steingrün, Kreis Asch (Egerland). Mit 16 Jahren musste er durch die Vertreibung mit seiner Familie die Heimat verlassen. Seine berufliche Laufbahn als Werkzeugmacher brachte ihn unter anderem von 1950 bis 1953 nach Schweden. Seit 1985 war Josef Hackl im (Un)-Ruhestand. In seiner langjährigen Sammlerepoche entstanden neben Autoditaktes Entwerfen von Medaillen, auch das Verfassen zahlreicher numismatischer Abhandlungen und Aufsätze für schwedische und deutschsprachige Fachzeitschriften. Bei vielen Münzvereinen in Deutschland, besonders bei seinem Gründungsverein in Neumarkt war er häufig als Referent numismatischer Fachvorträge zu Gast.

Josef Hackl fand seine letzte Ruhestätte am Samstag, den 28.01.2017  auf dem katholischen Friedhof in Marquartstein. Der Münzverein Neumarkt wird das Andenken an Josef Hackl in Ehren halten. Seiner Lebensgefährtin Anika Panzer spricht der Münzverein Neumarkt seine innige Anteilnahme aus.        

 Andreas Meyer (1. Vorsitzender Münzverein Neumarkt/OPf. und Umgebung e. V.)

 

Bild (Andreas Meyer) Josef Hackl verstarb am 25. Januar 2017 im Alter von 86 Jahren.

 

Nachruf von Dr. Dietrich O. A. Klose

Mit Josef Hackl verliert die Numismatik in Deutschland einen ihrer herausragenden Vertreter.

Josef Hackl hat sich seit den 1950er Jahren intensiv mit der Numismatik befasst. Er war ein herausragender Vertreter derjenigen, die, zunächst als Sammler angefangen haben und dann über das Sammeln weit hinausgehen. Josef Hackl hat einerseits selbst wissenschaftlich geforscht und geschrieben, andererseits sich in der interessierten ein besonders mitreißender Verfechter und Protagonisten der Numismatik erwiesen.

Zu seinen Aufsätzen und Vorträgen kommen noch die von ihm initiierten und durchgeführten Ausstellungen hinzu. Josef Hackl war immer interessiert und wissbegierig – begeistert und andere für die Münzen und für die Numismatik begeisternd.

Neben dem Neumarkter Münzverein, dem Hackls besondere Aufmerksamkeit galt, trauern auch die Bayerische Numismatische Gesellschaft, der Verein für Münzkunde Nürnberg, die Deutsche Numismatische Gesellschaft, Svenska Numismatiska Förenigen und der Freundeskreis der Staatlichen Münzsammlung München um ein herausragendes Mitglied.

Gerade Josef Hackl gehörte zu den Menschen, die mir in meiner beruflichen Tätigkeit persönlich besonders ans Herz gewachsen waren. Die Staatliche Münzsammlung München und ich durften mit Josef Hackl einige erfolgreiche Ausstellungs- und Veröffentlichungsprojekte verwirklichen, an die ich nun dankbar zurückdenke.

Ein Projekt galt den Medaillen des finnischen Medailleurs Kauko Räsänen, dessen Medaillen Josef Hackl vollständig sammelte und die er schließlich der Staatlichen Münzsammlung übertrug. Zu Kauko Räsänen war Josef Hackl anfangs über sein besonderes Interesse an der Prägetechnik von Räsänens Medaillen gekommen. Daraus wurde eine lebenslange intensive Freundschaft – ohne dass sie sich in irgendeiner gemeinsamen Sprache hätten unterhalten können. Gerade diese besondere Freundschaft sagt viel über das Wesen von Josef Hackl aus.

Der Optimismus, die Freude und die Begeisterung, die er ausstrahlte, werden mir und allen, die ihn kannten und schätzten, nun fehlen.

Seiner Lebenspartnerin Anika Panzer gilt mein tiefes Mitgefühl.

Dietrich O. A. Klose

Leitender Sammlungsdirektor der staatlichen Münzsammlung München

 

Hackl 70. Geburtstag

Foto: staatliche Münzsammlung München

Räsänen Medaille auf den 70. Geburtstag von Josef Hackl.