Verein

Vorsitzender (komm.):
Klaus Siegmann
k.siegm[at]web.de

Geschäftsstelle:

Münzfreunde Minden und Umgebung e.V.

Postfach 12 11
32372 Minden

Regelmäßige Zusammenkünfte:

jeden 2. Donnerstag im Monat, 17:30 - 19:30 in der Cafeteria der "Seniorenresidenz MediCare",Simeonsplatz 19, 32423 Minden.

 

Es gibt Treffen zum Münzsammler-Rundgespräch mit Tauschen und Kungeln. Jeder, vom Schüler bis zum Rentner, ist recht herzlich eingeladen und hat die Möglichkeit, sein Wissen um Münzen, Medaillen und Geldscheine auszutauschen und zu vertiefen. Auch finden vereinzelt Vorträge von Münzsammlern statt. Bewertungen von Sammlungen und auch Einzelstücken werden kostenlos durchgeführt.

 

Vorschau

 

Vorschau  2017

Donnerstag, 12. Januar 2017;

Donnerstag, 9. Februar 2017;

Donnerstag, 9. März 2017;

Donnerstag, 13. April 2017;

Donnerstag, 11. Mai 2017;

Donnerstag, 8. Juni 2017;

Donnerstag, 13. Juli 2017;

Donnerstag, 10. August 2017;

Donnerstag, 14. September 2017;

Donnerstag, 12. Oktober 2017;

Donnerstag, 9. November 2017;

Donnerstag, 14. Dezember 2017;

 

jeweils 17 Uhr: Münzsammler-Rundgespräch mit Tausch- und Kungelabend

Medaillen

 51. Mindener Geschichtstaler 2014

 

Der Mindener Geschichtstaler Nr. 51 ist den Themen „100 Jahre Mindener Schachtschleuse“ und „Mindener Wasserstraßenkreuz 2014“ gewidmet. Die Mindener Schachtschleuse wurde in unmittelbarer Nähe zum Wasserstraßenkreuz Minden als Nordabstieg zur Weser von 1911 bis 1914 gebaut. Die Kammer wurde mit einer nutzbaren Länge von 82 m (1988 wurde die Nutzfläche auf 85 m verlängert) mit einer Breite von 10 m und einer Fallhöhe von 13,30 m als massives einheitliches Bauwerk errichtet. Um die Kosten für die Zurückführung des Schleusenwassers möglichst gering zu halten, wurden beidseitig der Schleusenkammern in vier Ebenen übereinander Sparbecken angeordnet. Im August 2010 war der Baubeginn der neuen „Weserschleuse“ und zum Ende 2015 soll sie fertiggestellt sein. Durch die Kammerlänge von 139 m mit einer Breite von 12,50 m und einer Fallhöhe 13,30 m können dann auch die Schiffe mit bis zu 2300 Tonnen geschleust werden.

51. Geschichtstaler

 

Die Vorderseite der Medaille ist der hundertjährigen Mindener Schachtschleuse gewidmet. Im Zentrum der leicht konkaven Grundfläche ist das Hauptgebäude der Schleuse mit den markanten Türmen (des Ober- und Unterhauptes) aus der Vogelperspektive von Norden aus dargestellt. Von dort erstreckt sich nach rechts oben  die Schleusenkammer (82 m Länge und 10 m Breite) mit dem Schleusentor, begleitet von den vier Ventiltürmen. Die Schachtschleuse stellt die Verbindung vom Mittellandkanal -  im oberen Teil der Medaille  - und der Weser - im unteren Bereich - her. Deutlich erkennt man ein Fahrgastschiff, das unter dem Brückenbogen die Schleuse verlässt. Am oberen linken Medaillenrand steht in Antiqua-Majuskeln SCHACHTSCHLEUSE und gegenüber am unteren rechten Rand MINDEN, rechts seitlich in der Mitte zweizeilig 100│JAHRE.

 

Das Hauptmotiv der Rückseite ist das Wasserstraßenkreuz in Minden. In einer Übersicht wurde das Gelände um das Wasserstraßenkreuz von Weser und Mittellandkanal von Süden gesehen dargestellt. Sie zeigt horizontal von Westen nach Osten mit der Kanalbrücke einen Teilabschnitt des Mittellandkanals, der im Westdeutschen Kanalnetz vom Rhein bis zur Elbe führt, und den Verlauf der Weser von Süden nach Norden in diesem Gebiet. Stellvertretend für die  technische Gesamtanlage befindet sich oben links die Schachtschleuse und rechts unterhalb der Kanalbrücke das Hauptpumpwerk für die Wasserversorgung des Mittellandkanals. Rechts oben im Flussbereich steht das Mindener Wappen. In Antiqua-Majuskeln folgt dem linken oberen Medaillenrand: MINDENER, dazu ergänzend in der Mitte zweizeilig: WASSER │ STRASSEN - und unterhalb des Kanals zweizeilig KREUZ │ 2014. Am linken Kanalbeckenrand steht in Schreibschrift „Rhein“, im Kanalhafen „Mittellandkanal“ und am rechten Rand „Elbe“. Hier befindet sich auch das Bildhauerzeichen. Der Fluss ist ebenfalls mit Schreibschrift als „Weser“ bezeichnet.

 

Entwurf und Gestaltung der Medaille: Diplom-Designerin und Kunsterzieherin Ingrid Möhlmann, Porta Westfalica. Prägeanstalt: 1. Dresdner Medaillenmünze, Glaser & Sohn, Dresden. Material: 3 Gold 585, ca. 30 g; 100 Silber 999, 34 g; 25 Bronze 42 mm Ø.

Albert Kruse

Publikationen

Schriftenreihe der Münzfreunde Minden, Bd. 32

Münzfreunde Minden und Umgebung e.V. (Hrsg.): Medaillen zur Mindener Stadtgeschichte. 50 Jahre Jubiläumsmedaillen und weitere Medaillen zur Stadt Minden 1956-2014. Münzfreunde Minden und Umgebung, Minden 2014 . 460 S., farbig bebildert, 25 Euro (plus Versandkosten). Bezug: Geschäftsstelle Münzfreunde Minden, Hohler Str. 169, 32427 Minden, Telefon: 0571/20007.

Wenn ein Katalog zu den Medaillen Mindens in der 2. Hälfte des 20. Jhs. erscheint, dann hat das nicht nur lokale Bedeutung. In Minden fand 1956 das erste Nordwestdeutsche Münzsammlertreffen statt und wurde dann - später unter dem Namen Norddeutsches Münzsammlertreffen - bis 2010 ununterbrochen von den Münzfreunden Minden und Umgebung ausgerichtet. 1972 erschien der Mindener Geschichtstaler Nr. 1 und begeisterte die Teilnehmer des Münzsammlertreffens. In der Folge wurden diese Geschichtstaler die „inoffizielle" Teilnehmermedaille der Mindener Treffen und so auch gesammelt. Damit repräsentiert ein Teil der Mindener Medaillen die Geschichte der Numismatik in Deutschland und es ist sehr erwünscht, dass unter der fleißigen Redaktion von Albert Kruse, dem Vorsitzenden der Mindener Münzfreunde, die Mindener Medaillen seit 1956 in einem aufwändigen Katalogband dokumentiert wurden. Um zum Hauptteil des Buches zu kommen, muss man allerdings zuerst eine übergroße

Zahl von Vor- und Grußworten unterschiedlichster Qualität überwinden, wobei hoffentlich nicht untergeht, dass dabei von Gerd Dethlefs wichtige Zusammenstellungen und Informationen zur Geschichte der Münzsammlertreffen enthalten sind. Ab S. 53 werden dann die 50 Geschichtstalers, die von 1972 bis 2012 erschienen sind, im Bild und mit ausführlichen Beschreibungen und Hintergrundinformationen katalogisiert. In den meisten Fällen wird damit das Hauptthema eines Nord(west)deutschen Münzsammlertreffens vorgestellt, zumeist auch eine angeschlossene Exkursion ins Gedächtnis gerufen. Es ist eine stolze Reihe in hoher künstlerischer Qualität in Gold, Silber und Bronze, worauf Bernhard Weisser, der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst, hinweist. Die Künstler werden allesamt mit ihrer Biografie und im Bild vorgestellt, einige bibliografische Hinweise wären hier noch erwünscht. Wie sehr das Mindener Medaillengeschehen eines der Numismatiker ist, belegt der nächste Katalogteil „Jubiläumsmedaillen der Münzfreunde für Westfalen und Nachbargebiete" (der Name muss richtig heißen ,Verein der Münzfreunde für Westfalen und Nachbargebiete"). hier greift der Katalog bis auf das Jahr 1921 zurück und ist auch dadurch für die Numismatikgeschichte nützlich. Der folgende Katalogblock gilt den „Jubiläumsmedaillen der Münzfreunde Minden 1965-2012" und enthält u.a. die (im Gegensatz zu den Mindener Geschichtstalern) speziell für die Mindener Treffen hergestellten Medaillen mit ausführlichen Beschreibungen. Hier schließen sich an „Personenmedaillen auf Organisatoren der Münzfreunde Minden und Umgebung", wobei große Medailleur- und Numismatikernamen auftauchen und ein weiteres Stück Numismatikgeschichte geschrieben wird, die dem Buch einen hohen Stellenwert einräumt. Mehr lokales Interesse haben dann die Kapitel ‚Weitere Personenmedaillen" und „Weitere Medaillen auf die Stadt Minden", nützlich ist auch ein Kapitel zum Mindener Medailleur Ernst August Schomer. Zusammenfassend: Der Katalog Mindener Medaillen ist ebenso preiswert wie empfehlenswert, für die Medaillenentwicklung und insbesondere für die bundesrepublikanische Numismatikgeschichte unentbehrlich.

Klaus Groß

Berichte

60-jähriges Vereinsjubiläum 2016

Am 10. September 2016 feierten die Münzfreunde Minden in einem Festakt im Mindener Museum ihr 60-jähriges Bestehen (Programm s. NNB 9/2016, S. 363-364): 1956 hatte sich nach dem ersten Nordwestdeutschen Münzsammlertreffen ein Ortsverein der westfälischen Münzfreunde gegründet. Im Rahmen der Feierstunde wurde vor rund 40 Gästen auch der 52. Mindener Geschichtstaler vorgestellt, der an die Einrichtung der Mindener Bezirksregierung vor 200 Jahren erinnert (vorgestellt im NNB 9/2016, S. 363 f.). Der 53. Mindener Geschichtstaler, der dem 60. Geburtstag des Münzvereins und dem 80. Geburtstag seines nun 25 Jahre amtierenden Vorsitzenden Albert Kruse, gilt, ist eben vorgestellt im NNB 9/2016, S. 363f

Dass der Verein zugleich mit dem Nordwestdeutschen Münzsammlertreffen entstand, zeigt ein Hauptbetätigungsfeld an: bis 2010 und erneut 2015 richtete der Verein das Treffen aus, das 1973 mit 211 Teilnehmern seinen stärksten Zulauf hatte und ab 1986 jährlich zwischen 60 und 110 Münzfreunde versammelte - seit 1993 heißt es das „Norddeutsche". Es wurde Vorbild auch für die Süddeutschen (seit 1965) und die Mitteldeutschen (ab 1993) Sammlertreffen. Organisiert von Klaus Marowsky (1925-2005) und dann von Albert Kruse (* 1936) mit einem Team tüchtiger Mitglieder, kamen die inhaltlichen Impulse von Peter Berghaus (1919- 2012), der befreundete, international bekannte Numismatiker für die Abendvorträge zu gewinnen wusste. Die Geschichte der Sammlertreffen und auch der sie begleitenden Medaillen ist in der Festschrift „Minda Numismatica 2005“ und in dem Buch „Medaillen zur Mindener Stadtgeschichte“ (2014) und natürlich in den regelmäßig erschienenen Berichten des NNB nachzulesen.

Seit 1972 gaben die Münzfreunde die Mindener Geschichtstaler in Kooperation mit der Volksbank heraus, die Finanzierung und Vertrieb übernahm: Die Münzfreunde sorgten für eine anspruchsvolle künstlerische Gestaltung, die ausnahmslos Mindener Künstlern anvertraut wurde und mittlerweise 53 Prägungen umfasst - eine metallene Stadtchronik, wie sie in dieser Qualität keine andere deutsche Stadt besitzt.

Ein weiteres erfolgreiches Produkt ist die Schriftenreihe, die seit 1974 32 Bände zählt und neben Texten Mindener Münzfreunde wie Gerhard Gottschewski (1905-1994) und neben Begleitpublikationen zu den Geschichtstalern auch erweiterte Referate der Münzsammlertreffen bot. Überblicksdarstellungen und Kataloge von Peter Berghaus, Walter Kühn und Edwin Eggert und Fundbeschreibungen von Berghaus und Peter Ilisch werden bleibenden Wert haben. Die Festschriften der westfälischen Münzfreunde erschienen hier 1988 und 2001 in Ermangelung einer eigenen Schriftenreihe.

Dem Verein gebührt für sein Wirken großer Dank und es ist zu wünschen, dass er weiterhin junge und aktive Mitglieder gewinnt und segensreich arbeitet!

Gerd Dethlefs

 

Programm 60. Norddeutsches Münzsammlertreffen

60. Norddeutsches Münzsammlertreffen vom 29. bis 31. Mai 2015 in Minden

Die Deutsche Numismatische Gesellschaft e.V., der Verein der Münzfreunde für Westfalen und Nachbargebiete e.V. und die Münzfreunde Minden und Umgebung e.V. laden Sie zum 60. Norddeutschen Münzsammlertreffen herzlich ein. Das Tagungsthema lautet:

Währungssysteme im Vergleich

 

Tagungsprogramm

Freitag, 29. Mai 2015

ab 18.00 Uhr  

Vorabendtreffen und Anmeldung im Hotel „Holiday Inn", Lindenstraße 52, 32427 Minden, Tel. 0571/ 87060

18.45 Uhr

Begrüßung Albert Kruse (1. Vorsitzender der Münzfreunde Minden und Umgebung e.V.

18.50 Uhr       

Traditionelle Arestfälische Vesperplatte" (Selbstzahler 12,50 €)

19.30 Uhr Münzsammler-Rundgespräch zum Thema „Meine Lieblingsmünze", (Kurzreferate von etwa 15-20 Minuten - Anmeldung erbeten!)

23.00 Uhr eher oder später allgemeine Bettgehzeit

 

Samstag, 30. Mai 2015

Tagungsort: Historisches Mindener Rathaus, am Markt, 5 Minuten Fußweg vom Hotel Holiday Inn zum Marktplatz (keine Parkplätze in der Innenstadt. Parkmöglich-keit beim Holiday Inn)

ab 8.30 Uhr

Öffnung des „Kleinen Rathaus-Saals" und Anmeldung

9.15 Uhr

Begrüßung durch Dr. Gerd Dethlefs, Münster, 1. Vorsitzender des Vereins der Münzfreunde für Westfalen und Nachbargebiete e.V.

9.20 Uhr

Eröffnung durch Kristian Nicol Worbs, Gmünd am Tegernsee, Präsident der Deutschen Numismatischen Gesellschaft

9.35 Uhr

Grußworte durch den Bürgermeister der Stadt Minden

9.45 Uhr

Dr. Peter Ilisch, Münster: Kölnisch-westfälische Währungsunterschiede im 11. Jahrhundert: Die Funde von Remscheid und Halver

10.30 Uhr

Dr. Gerd Dethlefs, Münster: Nordwestdeutsche Währungen und Währungsgrenzen im 17. und 18. Jahrhundert

11.00 Uhr Getränkepause, anschl. weitere Vorträge zum Tagungsthema

13.00 Uhr

Mittagessen auf Wunsch im Hotel Holiday Inn: Melonenschiffchen mit Schinken, Blatt-und Kartoffel-Speck-Salat -Mindener Kartoffelsuppe -Knuspriger Schweinebraten mit Sauerkraut, buntem Gemüse, Kroketten und Bratkartoffeln -Pudding, Rote Grütze mit Eis (Selbstzahler 19,50 €)

14.30 Uhr

Abfahrt ab Hotel Holiday Inn zur Exkursion mit dem Omnibus zum „Deutschen Automaten Museum", Sammlung Gauselmann, in Espelkamp. Besichtigung des Schlosses Benkhausen mit anschließendem Kuchen und Kaffee/Tee satt trinken (Selbstzahler: Museum, Schloss und Führung und Kaffee und Kuchen. Gesamtpreis 20 €). Anmeldung notwendig!

17.30 Uhr Rückfahrt zum Hotel Holiday Inn. Ankunft etwa 18.30 Uhr.

19.00 Uhr

Stefan Kötz M.A., Rottenburg / Landesnumismatiker für Westfalen in Münster: Festvortrag „Pfennigwährungen am nördlichen Oberrhein vom 10. bis 13. Jahrhundert" anschließend Abendessen im Hotel Holiday Inn

 

Sonntag, 31. Mai 2015

60. Große Ostwestfälische Münzsammlerbörse in Minden, „Älteste Münzsammlerbörse Deutschlands", Bürgerhalle des Rathaus-Neubaues gegenüber dem Mindener Dom.

Beginn 10 Uhr - Ende 16 Uhr

Eintritt 3 € für Erwachsene; Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre Eintritt frei. Mit der Teilnehmerkarte des Sammlertreffens freier Eintritt.

 

Organisation: Münzfreunde Minden und Umgebung e. V., E. Engelke, Tel. 0571/ 21430, A. Kruse, Tel. 0571/20007, privat 0571/20008.

 

Tagungsmedaille 2015 „Mindener Schachtschleuse"; 0 42 mm, Silber 1000, 65 €, in Bronze 39 €. Weitere Editionsmedaillen: 0 42 mm, Silber 1000, 50 €.

Schriftenreihe der Mindener Münzfreunde: Bd. 1 bis Bd. 31 zum Einzelpreis von 8 €.

Buch „Medaillen zur Mindener Stadtgeschichte" (Schriftenreihe Bd. 32), 460 Seiten, Sonderpreis 25 €.

Bitte senden Sie die Anmeldung bis spätestens 22. Mai 2015 an die Münzfreunde Minden und Umgebung e.V., Albert Kruse sen., Hahler Str. 169, 32457 Minden, Fax 0571/8288228 (oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Nachbericht 60. Norddeutsches Münzsammlertreffen

60. Norddeutsches Münzsammlertreffen 2015 in Minden - Ein Nachbericht

Im historischen Kleinen Rathaussaal des Mindener Rathauses wurde vom 29. bis 31. Mai 2015 das 60. Norddeutsche Münzsammlertreffen von den Mindener Münzfreunden und Umgebung e. V. ausgerichtet. Viele Münzfreunde haben aus Norddeutschland und auch aus Westfalen an diesem Jubiläumstreffen teilgenommen. Die Gäste aus dem Norddeutschen Raum kamen aus Osnabrück, Bremen, Hamburg, Kiel, Oldenburg, Hannover, Braunschweig, Uelzen, Berlin, Dresden und Kamenz. Aus dem westfälischen Münzsammlerkreis besuchten das 60. Norddeutsche Münzsammlertreffen die Münzfreunde aus Münster, Herford, Bielefeld, Lemgo, Paderborn, Beckum, Dortmund, Krefeld, Köln und Düsseldorf. Auch das Präsidium der Deutschen Numismatischen Gesellschaft war mit seinem Präsidenten Kristian Nicol Worbs aus Gmund am Tegernsee angereist, der auch das Norddeutsche Münzsammlertreffen mit den besten Grüßen und Wünschen eröffnet hatte. Der Vorsitzende der Mindener Münzfreunde Albert Kruse hat unmittelbar vor dem Beginn des Tagungsprogramms an zwei außergewöhnliche Numismatiker in Anerkennung und Würdigung der besonderen und hervorragenden Verdienste um die Numismatik und um das Norddeutsche Münzsammlertreffen die „Prof. Dr. Peter Berghaus-Medaille" verliehen, an den Präsidenten der DNG Kristian Nicol Worbs und den 1. Vorsitzenden Dr. Gerd Dethlefs der Münzfreunde für Westfalen und Nachbargebiete e. V. Die Fachvorträge über ,Währungssysteme im Vergleich" von Dr. Eberhard Auer, Bonn, Dr. Peter Ilisch, Münster, Dr. Karlheinz Keller, Berg. Gladbach, Dr. Gerd Dethlefs, Münster, Dr. Rudolf Reimann, Kamenz, und vom neuen Landesnumismatiker für Westfalen im Landesmuseum in Münster, Stefan Kötz M. A., haben der Tagung einige anregende wissenschaftliche Erkenntnisse gegeben. Viele Nachfragen gaben spannende Aufklärungen. Die Exkursion zum Schloss Benkhausen und die Besichtigung des Deutschen Automaten Museums, Sammlung Gauselmann, haben mit Kuchen und Kaffeetrinken die Exkursion und die Jubiläumsveranstaltung bereichert.

Albert Kruse

JHV- und Mitgliederversammlung 2014

JHV- und Mitgliederversammlung 

Die JHV- und Mitgliederversammlung am 25. März 2014 (alle 3 Jahre) war gut besucht. Nach der Begrüßung des 1. Vorsitzenden Albert Kruse wurde über die Fertigstellung des neuen Buches: „Medail-en zur Mindener Stadtgeschichte" gesprochen. Durch die beiden Kassen- und Rechnungsprüfer Friedhelm Muß und Rainer Götz wurde dem gesamten Vorstand eine gute Vereinsarbeit bestätigt und die Entlastung erteilt. Schon in der Mitgliederversammlung 2013 teilte Bodo Mäkeler mit, dass er für eine weitere Amtszeit als Schrift- und Protokollführer aus privaten und zeitlichen Gründen in der nächsten Periode ab 2014 bedauerlicherweise nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Als Wahlleiter führte Rainer Hanke (einstimmig) die Wahl des 1. Vorsitzenden durch. Einstimmig wurde Albert Kruse wieder gewählt, seit 1991 als designierter und ab 2002 als 1. Vorsitzender des rechtsfähigen Vereins als e. V. ununterbrochen im Amt. Bevor der 1. Vorsitzende Albert Kruse die Vorstandswahlen weiter führte, wurde Bodo Mäkeler für seine zuverlässige und korrekte Vorstandsarbeit (2011-2013) als Schrift- und Protokollführer mit besten Dankesworten verabschiedet. Alle Vorstandsmitglieder wurden einstimmig gewählt: 2. Vorsitzender Ernst Engelke; Protokollführer Klaus Siegmann, Rinteln; Beirat Rainer Hanke, Bad Eilsen; Wissenschaftl. Beirat Hendrick Mäkeler; Beisitzer Wilhelm Seele, Minden, Uwe Krüger, Minden, und Horst Schröder, Porta Westfalica als Archivar; Rechnungs- und Kassenprüfer Friedhelm Muß, Lübbecke, und Rainer Götz, Minden.

Albert Kruse

Personalia

Ernst Engelke 1938 -2015

Die Mindener und die westfälischen Münzfreunde trauern um Ernst Engelke, der überraschend am 21. Juli 2015 in Minden verstarb. Geboren am 11. Mai 1938 in Minden, von Beruf Glas- und Gebäudereinigermeister, trat er nach Firmen- und Familiengründung 1971 dem Verein der Münzfreunde für Westfalen bei. Historisches Interesse hatte die Begeisterung für Münzen geweckt, die für ihn Brücken in die Vergangenheit waren. Er gehörte zu den selten gewordenen Allgemeinsammlern, die sich die Welt und die Geschichte in geprägter Form eben „handgreiflich" erschlossen. Zu seinen Münzen - „profane Reliquien" nannte er sie - und ihren Prägeherren recherchierte er sorgfältig und wusste stets spannende Geschichten zu erzählen; einen Sohn nannte er Eligius. Gern teilte er sein reiches Wissen - ein Münzfreund im besten Sinne. Als Ur-Mindener, der bis zuletzt in seinem Elternhaus lebte, gehörte er dem Bürgerbataillon ebenso an wie dem Traditionsstammtisch „Kläranlage", in der täglich - nicht nur Mindener - Probleme „geklärt" wurden. Zeitweise auch Küster „seiner"

Martini-Kirche und ein treuer lutherischer Kirchgänger, war er ein liebenswürdiger und stets hilfsbereiter, zuweilen auch eigensinniger Freund, der sich bei den Mindener Münzfreunden - zuletzt als 2. Vorsitzender - ebenso engagierte wie bei den Norddeutschen Münzsammlertreffen. In den letzten Jahren leider etwas kränklich, besuchte er bis dahin eifrig die westfälischen und deutschen Sammlertreffen. Drei Tage, nachdem er noch mit seinen Mindener Münzfreunden zusammen saß, ist er nun friedlich eingeschlafen. Wir werden seine ruhige, freundliche Art, seine kenntnisreichen und launigen Bemerkungen vermissen. Unser Mitgefühl gilt seinen vier Kindern und fünf Enkeln.

Albert Kruse / Gerd Dethlefs