Verein

 

Vorsitzender:
Karl Heinz Fröhner

Bornweg 22
64409 Messel

Homepage: www.muenzfreunde-darmstadt.de

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Tausch-, Informations- und Vortragsabend:
am 2. Freitag im Monat,  Einlass 18.30 Uhr, Vortrag 20.00 Uhr.

 im Gemeindehaus der Ev. Friedensgemeinde, Eingang Landgraf-Philipps-Anlage / Ecke Elisabethenstrasse

Das Gemeindehaus ist barrierefrei, Eingang Elisabethenstraße/Landgraf-Philipps-Anlage. Parkmöglichkeiten befinden sich u.a auf der Hindenburgstraße, auf dem Marienplatz an der Hügelstraße. Haltestellen für Busse und Bahnen befinden sich an Rhein- und Neckarstraße.

 

Aktuell

Aktuell:

618. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 8. Dezember 2017

Klaus Reuter: Kalendermedaillen

Dr. Gunter Quarg: ". . .  FÜR DAS DEUTSCHE VATERLAND" Helmut Kohls Geschenkmedaille

 

 

Programm

Programm 2017

Programm 2017:

607. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 13. Januar 2017

Dr. Gunter Quarg: Verbum domini manet in aeternum - Bibelverse auf Münzen und Medaillen

 

608. Informations- und Tauschabend.

Freitag, den 10. Februar 2017

ab 20.00 Uhr nichtöffentliche Mitgliederversammlung ohne Vorstandswahlen

 

609. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 10. März 2017

Ludwig Kranz: Kinderdarstellung auf römischen Münzen

 

610. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 7. April 2017 (vorverlegt wg. Karfreitag)

Dr. Wolfgang Becker: Pilligerheck: 2000 karolingische Münzen gefunden. 

 

611. Informations-, Tausch- und Vortragsabend (Achtung, dieser Vortrag in der Geibel'chen Scmiede, Darmstadt-Eberstadt, Oberstraße 20)

Freitag, den 12. Mai 2017

Dr. Wolfgang Dreher: Die Münzen der russischen Zaren von Alexander I. bis Nikolaus II.

 

612. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 9. Juni 2017

Karl Heinz Fröhner: Medaillenprojekt – MUSE MACHT MONETEN 

 

613. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 14. Juli 2017

Dr. Gunter Quarg: Darmstadt Specials 1917

 

614. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 11. August 2017

Klaus Reuter: Von - der König rief und alle kamen - bis zu den Ernestinern

 

615. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 8. September 2017

Hans Dieter Graf: Medaillen erzählen Geschichte: Medaille auf die Errichtung des Gutenberg-Denkmals in Ney York City (1899) 

 

616. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 13. Oktober 2017,

Rainer Haseitl: Gold uns Silber lieb ich sehr - Anlagemünzen der Neuzeit

 

617. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 10. November 2017

Heiko Schneider: 400. Todestag Julius Echter von Mespelbrunn – Fürstbischof von Würzburg

 

618. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 8. Dezember 2017
Kurzvortragsreihe

- Klaus Reuter: Kalendermedaillen

- Dr. Gunter Quarg: ". . .  FÜR DAS DEUTSCHE VATERLAND" Helmut Kohls Geschenkmedaille

Programm 2016

Programm 2016:

595. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 8. Januar 2016

Dr. Gunter Quarg: Friedrich Kraus (Darmstadt 1848-1916) Münzmeister auf drei Kontinenten

 

596. Informations- und Tauschsabend.

Freitag, den 12. Februar 2016

ab 20.00 Uhr nichtöffentliche Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen

 

597. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 11. März 2016

Dr. Barbara Simon: Münzprägungen der Grafschaft Erbach

 

598. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 8. April 2016

Dr. Gunter Quarg: Kleinbronzen der frühen römischen Kaiserzeit

 

599. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 13. Mai 2016

Dr. Wolfgang Dreher: Die Münzen der Russischen Zaren von Peter dem Großen bis Paul (18. Jhdt.)

 

600. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 10. Juni 2016

Dr. Gunter Quarg: Kaiserin Faustina II. (130-175/76) im Münzbild – (K)ein Jubiläum 2016

 

601. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 8. Juli 2016
Karl Heinz Fröhner: Deutscher Beitrag zur FIDEM XXXIV - Medaillenausstellung Namur/Gent 2016.

 

602. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 12. August 2016
Dr. Rainer Albert: "Frisch auf, mein Volk, mit Trommelschlag". Das Revolutionsjahr 1848 in der deutschen Münzprägung.

 

603. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 9. September 2016
Dr. Gunter Quarg: Friedrich von Hessen-Darmstadt (1616-1682). Medaille auf seine Ernennung zum Kardinal, Rom 1952.

 

10. Darmstädter Münzsammlertreffen

Freitag, den 14. Oktober 2016, 
- Dr. Gunter Quarg: 750 Jahre Groschenprägung
- Karl Heinz Fröhner: Frankfurter Turnosegroschen

 

605. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 11. November 2016
Leonhard Hammel: Schmuck und Gebrauchsgegenstände aus Münzen und Medaillen gefertigt.

 

606. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 9. Dezember 2016
Kurzvortragsreihe
- Dr. Gunter Quarg: In eiserner Zeit. Gusseisenmedaillen aus dem 1. Weltkrieg
- Karl Heinz Fröhner: Medaillenprojekt - Gold gab ich für Eisen

Programm 2015

Programm 2015:

 

584. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 13. Februar 2015

Dr. Gunter Quarg: Der Görlitzer Schekel Georgs I. von Hessen-Darmstadt

 

585. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 13. März 2015

Dr. Rainer Albert: Schlacht von Actium, 31 v. Chr.

 

586. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 10. April 2015

Michael Arndt: Erare humanum est - redaktionelle Fehler auf modernen Münzen

 

587. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 8. Mai 2015

Dr. Gunter Quarg: Austern für den Großherzog – was Abfälle des Darmstädter Schlosses verraten

 

Exkursion

Samstag, den 6. Juni 2015

Bahnfahrt nach Frankfurt/Höchst u.a. mit Führung Bolongaropalast

 

588. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 12. Juni 2015

Dr. Wolfgang Becker: Palatiner Münzen der Vorwittelsbacher Zeit

 

589. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 10. Juli 2015

Leonhard Hammel: Geld und Leben zur Niebergall-Datterichzeit.
Nachlese zum Datterich Festival 2015 (4.-14.6.)

 

590. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 14. August 2015

Karl Heinz Fröhner: Jahresmedaillen der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst

 

591. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 11. September 2015

Reinhard Seeck: „Geheimnis“-volle Stücke einer Sammlung

 

592. Informations-, Vortragsabend und 9. Darmstädter Münzsammlertreffen

Freitag, den 9. Oktober 2015

Dr. Gunter Quarg: Hessen Darmstadt als Mitglied des Deutschen Bundes von 1815

Karl Heinz Fröhner: Der Fürstentag zu Frankfurt am Main im August 1863

 

Samstag, den 10. Oktober 2015

9-15 Uhr Tauschtreffen, Gäste herzlich willkommen

 

593. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 13. November 2015

Heiko Schneider: Der 30-jährige Krieg im Spiegel der zeitgenössischen Münzen

 

594. Informations-, Tausch- und Vortragsabend.

Freitag, den 11. Dezember 2015

„Ei, läwe mer dann in de Derkei ?“ Orientalische Spuren in Datterichs Darmstadt

Berichte

Das 49. Süddeutsche Münzsammlertreffen in Darmstadt 10.-12. Okt. 2014

Eine Rückschau

Ausrichter des Treffens waren die Münzfreunde Darmstadt 1962 e.V. (MfD). Der Vorabend, Freitag 10.10. war als normales Tausch-, Informations- und Vortragstreffen der MfD ausgewiesen, fand aber wegen des besonderen Anlasses und der bereits angereisten Gäste im Großen Saal des Prinz-Emil-Schlösschens statt. Referent war MfD-Mitglied Michael Arndt, der über die Münzen und Medaillen der Food and Agricultural Organisation (FAO) der Vereinten Nationen sprach. Das Hauptziel der FAO, die Verbesserung von Ernährung und Landwirtschaft für die Völker der Erde versuchte man zunächst durch werbende Bilder und Texte auf Umlaufmünzen einzelner Mitgliedstaaten zu erreichen, später durch den Verkaufserlös von kommerziell vertriebenen Sammlermünzen mit entsprechenden Motiven. Dazu kamen noch einige Kunstmedaillen, mit denen das Programm um das Jahr 2000 abgeschlossen wurde und die Arndt mit einer Auswahl der Münzen in einer Vitrine zeigte.

 

Das Generalthema der Tagung (Münzkabinette) illustrierte der Vorsitzende der MfD, Karl Heinz Fröhner mit einer Ausstellung von Medaillen und Münzen auf Münzkabinette und Museen mit Münzsammlungen z.Bsp. in Berlin, Karlsruhe, Schwerin, Kopenhagen, Prag, Wien usw. Nach seinem Grußwort und der Eröffnung durch den Vizepräsidenten der DNG, Dr. Rainer Albert, stand im ersten Referat von Dr. Gunter Quarg (MfD) das lokale Münzkabinett des Hessischen Landesmuseums Darmstadt (HLMD) auf der Tagesordnung des 11.10. Aus diversen fürstlichen Sammlungen des 18. und 19. Jahrhunderts entstanden, umfaßte es bis zur Zerstörung von 2/3 des Bestandes beim Bombenangriff am 11./12.9.1944 ca. 60 000 Münzen, Medaillen und einige Prägestempel. Restaurierung und Wiederaufbau der musealen Abteilung des HLMD gestalteten sich schwierig. Eine wesentliche Verbesserung von Kenntnis, Ordnung und Aufbewahrung der ca. 20 000 im Tresor befindlichen Stücke brachte die in den Jahren 2010-2013 angeordnete Evaluierung (Zählung und Taxierung) der numismatischen Objekte, von denen seit Jahrzehnten wieder einige wenige im sanierten Landesmuseum ausgestellt sind.

Im 2. Vortrag des 11.10. konzentrierte sich Dr. Martin Hirsch(Staatliche Münzsammlung München) auf zwei Schwerpunkte: die Gründung und Erstausstattung der Sammlung durch Herzog Albrecht V. von Bayern (1528- 1579) und die Arbeiten ihres Direktors Georg Habich (1868-1932, im Amt 1895 - 1932), der vor allem durch sein Korpuswerk der deutschen Schaumünzen des 16. Jahrhunderts bekannt ist. Richtig spannend wurde der Habich-Exkurs, als Hirsch. einen kürzlich gemachten Überraschungsfund beschrieb: Gipse, Fotos und Karteikarten für die von Habich geplante, aber erst nach dem 2. Weltkrieg begonnene 2. Abteilung des Korpus mit Medaillen unbekannter Meister, geordnet nach dem Alphabet der Dargestellten.

Die Führungen am Samstagnachmittag wurden durch zunehmend sonniges Wetter begünstigt so daß nicht nur die Besucher des HLMD, sondern auch die im Botanischen Garten auf ihre Kosten karten. Allen Museumsinteressenten wird der überraschend winzige "Münzerker" im Waffensaal im Gedächtnis bleiben, der schöne und seltene Stücke präsentierte, in der Korrelation zwischen Beschreibung und zugehörigem Objekt jedoch Wünsche offenließ, die im Gästebuch des HLMD notiert wurden. Die gleichzeitig mit den Führungen angebotene Münzbörse durch Vereinsmitglieder, eine Tradition der Süddeutschen Sammlertreffen, von der die MFD nicht lassen möchten, wurde freilich nur wenig besucht.

Der Sonntagvormittag (12.10.) brachte in dem Vortrag von Dr. Matthias Ohm (Münzkabinett des Württembergischen Landesmuseums Stuttgart) manche Parallen mit Darmstadt zutage. So gelang es auch hier heutige Bestände in alten Inventaren nachzuweisen. Ähnlich wie in Darmstadt führte die Neuorientierung der Museumsdidaktik, zur Reduzierung der einst reichlich bestückten Münzenausstellung auf wenige Themenvitrinen.

Im Gegensatz dazu konnte Dr. Alexander Ruske (Geldmuseum der Deutschen Bundesbank Frankfurt a.M.) über den geplanten Ausbau der jetzt schon großen Halle bis 2016 berichten, die den Münzen, Medaillen, vormünzlichen Zahlungsmittel und der relativ riesigen Papiergeldsammlung der Bundesbank ein repräsentativen Rahmen geben wird.

Den fürstlichen Glanz des Gothaer Münzkabinetts brachte dessen Leiterin Uta Wallenstein in eindrucksvollen Bildern zum Leuchten. Nicht nur verfügt das Schloß Friedenstein noch über die originale Kabinettsausstattung des 18. Jahrhunderts, sondern auch über große Serien prächtigster Gold-, und Silbermünzen und -medaillen. Beim Publikum höchst erfolgreich ließ sich durch die Einrichtung des Neuen Kabinetts der für die Nachwuchsförderung so wichtige Kreis junger und jüngster Münzliebhaber bedeutend vergrößern.

Erfreut konnte man zwischen den Vorträgen einen lebhaften Austausch von Erfahrungen, Meinungen, Projektideen, Adressen und Fotos beobachten, der durch die nicht zu hohe Teilnehmerzahl, die familiäre Atmosphäre des Prinz-Emil-Schlößchens und das schöne Wetter beflügelt wurde. Soweit zu hören war, haben alle das Treffen zufrieden verlassen. Mehr kann man sich als Veranstalter nicht wünschen.

 

Gunter Quarg

 

Medaillen

Medaille von Victor Huster zum

50-jährigen Vereinsjubiläum und 47. Süddeutsches Münzsammlertreffen

 

 Jubiläumsmedaille von V. Huster

Die Vorderseite ist dem Vereinsjubiläum gewidmet. Im Zentrum das Emblem der Münzfreunde Darmstadt, nach der Originalmedaille von Vestner auf den 58. Geburtstag des Ludwig IX. Ein Baum der Numismatik, dessen Äste sich in die Replik der Medaille hin entwickeln. Die Wurzeln finden zu den kleinen Münzformaten unten vom Randstab her kommend, mit DNG-Emblem und Initialen VH. Die Sonne ist aus der Medaillenvorlage herausgenommen und scheint nun aus der 0 der Jubiläumszahl 50. Die Inschriften: 50 JAHRE / MÜNZFREUNDE / DARMSTADT / 2012 und 47. / SÜDDEUTSCHES / MÜNZSAMMLER / TREFFEN

 

Die Rückseite thematisiert das Münzsammlertreffen, als Hintergrund und als 1-€ eingearbeitet, die Münze bricht etwas, die aktuelle Hauptmünze. Wie auf den Geldstücken ist auch hier die Euro-Karte integriert, jedoch hier als Zeitdokument 2012: Eurokrise: Alle EU-Länder sind sichtbar, die stabilsten derzeit, BRD, A, LUX, FIN und NL als höchste Konturen gearbeitet, F bereits etwas tiefer. Die hochverschuldeten Länder sind vertieft dargestellt, weitere nur per Linien. Im Zentrum Mitteleuropas nochmals ein kleinerer Kreis, der die Partner einer eventuell sich bildenden Kernwährungszone (Nord-€ z.B.) ausmachen. Von links her, im Uhrzeigersinn beginnend, Münzen ehemaliger Währungsbünde: Tetradrachme, Goldgulden, Rheinischer Vereinstaler und 5-Francstück (stellvertretend für die Münzen der Lateinischen Münzunion).

 

Material: Kupfer
Preis: 75 EUR
Auflage: 50 Stück
Größe: ca. 50-53 mm
Gewicht: ca. 80 g

 Vier Medaillen sind noch vorrätig und können über den Vereinsvorsitzenden erworben werden.

 

Personalia

Hans-Erich Schmidt 1946 - 2016

Hans-Erich Schmidt

Die Münzfreunde Darmstadt (MfD) als sein Stammverein und weitere numismatische Gesellschaften in der Umgebung trauern um ihr Mitglied Hans-Erich Schmidt(geb.16.11.1946)‚ das völlig unerwartet an den Folgen einer nur viertägigen schweren Krankheit am 18.7. 2016 verstorben ist.

Nach dem Abitur, dessen Bestehen vor 50 Jahren er gerade noch feiern konnte, hatte H.-E. Schmidt eine Ausbildung als Bankkaufmann abgeschlossen und danach eine Stellung bei der Deutschen Bank übernommen Diese berufliche Vorgabe lenkte sein Interesse auf historische Münzen und Medaillen, die er über drei Jahrzehnte mit großem Erfolg sammelte. Groß war auch das Gebiet, auf das er sich spezialisiert hatte: Gepräge Deutschlands seit der Keltenzeit. Um sich darüber orientieren zu können, suchte er neben dem Heranziehen von Literatur vor allem das Gespräch mit Gleichgesinnten und trat daher nach längerem Gästestatus 2002 den MfD bei. Hier übernahm er auch das Amt eines Kassenprüfers, in dem er auch im Februar 2016 bestätigt wurde. Er war langjähriges Mitglied bei der Numismatischen Gesellschaft Speyer und weiteren Mitgliedsvereinen der Deutschen Numismatischen Gesellschaft in Mainz-Wiesbaden, Mannheim-Ludwigshafen, Frankfurt, München, und Dresden, außerdem beim Deutsch-Amerikanischen Münzclub und der Gesellschaft für Internationale Geldgeschichte. Regelmäßig nahm er an Veranstaltungen (Vorträge, Exkursionen etc.) dieser Vereine teil.

Nur selten versäumte er die Vorträge seiner Vereinskollegen und überraschte die Referenten öfters durch mitgebrachte Münzen aus seiner Sammlung, die zum jeweiligen Thema paßten. Gerne besprach er auch neue numismatische Erkenntnisse und Einsichten, von denen er anderswo gehört und gelesen hatte mit seinen Sammlerfreunden.

Bei den jährlichen Sammlertreffen der MfD (Schwerpunkt: Hessische Münzen) war es bis 2015 üblich, auch eine Münzbörse abzuhalten. Immer hatte dann das Ehepaar Schmidt einen Tisch reserviert‚ um Dubletten aus seiner Kollektion zu verkaufen oder zu tauschen. Besonders bemerkenswerte Neuzugänge aus seinem Gebiet wie z.B. einen seltenen Kreuzer von Hessen-Darmstadt für Hanau-Lichtenberg besprach Schmidt in Kurzreferaten.

Mit Hans-Erich Schmidt ist ein hochmotivierter Sammler und Kenner

von uns gegangen, ein liebenswerter Münzfreund und aufmerksamer Zeitgenosse, dem wir für sein ungewöhnliches Engagement Dank schulden und den wir in bester Erinnerung behalten werden.

19.7.16 G.Q

Elfriede Neubuhr-Nauman 1938 - 2015

Dr. Elfriede Neubuhr-Naumann

Die Münzfreunde Darmstadt 1962 e.V. (MfD) trauern um ihr langjähriges Vorstandsmitglied Dr. Elfriede Neubuhr-Naumann (Hamburg 1938 - 2015 Darmstadt). Die Verstorbene hatte 1972 an der Universität ihrer Geburtsstadt den Doktorgrad im Fach Germanistik erworben. In Münster lernte sie ihren Kollegen und späteren Ehemann Dr. Walter Naumann (1910- 1997, Sohn des Politikers Friedrich Naumann(1860-1919)) kennen. Er war 1962 als Professor für Germanistik und vergleichende Sprachwissenschaft in den Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften der Technischen Hochschule (Heute TU) Darmstadt berufen worden. Zu den MfD kam Frau Neubuhr-Naumann durch ihren Sohn Matthias, der als Gymnasiast das Münzensammeln als Hobby entdeckt hatte. 1991 wurde sie Mitglied des Vereins; sie half bei der Zusammenstellung der Jahresprogramme und hielt gelegentlich auch selbst Vorträge. 2002 zur 2. Vorsitzenden gewählt und bis 2013 im Amt hatte sie u.a. an der Vorbereitung der Süddeutschen Münzsammlertreffen 2006 und 2012 mitzuwirken. Da stets die Sache und nicht ihre Person im Mittelpunkt ihres Handelns stand, war die Zusammenarbeit mit ihr eine Freude. Für zwei Verleihungen der 2002 von den MfD gestifteten "Prinz-Alexander-Medaille für Verdienste um den Verein und die Numismatik" (2006 u. 2009) schrieb und hielt sie die Preisreden. Manche Weinachtsfeier verschönerte sie durch jahreszeitlich passende Texte deutscher Dichter, die sie mit leiser aber eindringlicher Stimme vorzulesen verstand. Obwohl in den späten Lebensjahren von Krankheiten geplagt, nahm sie an Veranstaltungen der MfD teil, so zuletzt am üblichen monatlichen Treffen im März 2015. Ende Mai zog sie sich durch Stürze so schwere Verletzungen zu, daß sie am 12. Juni starb. Es war der Tag, an dem die MfD ihren 585. Informations-, Tausch- und Vortragsabend abhielten. Nicht nur die Münzfreunde werden Elfriede Neubuhr-Naumann als vielfältig engagierte, einfühlsame und liebenswürdige Frau im Gedächtnis behalten.

G.Q.

 

Fritz Reiff zum 90. Geburtstag

 

Dr. Fritz Reiff

 

Dr. Fritz Reiff feierte am 13. April 2012 seinen 90. Geburtstag.

Für die Münzfreunde Darmstadt eine gute Gelegenheit ihrem Ehrenmitglied ein rundes Geschenk zum runden Geburtstag zu überreichen.

Peter Götz Güttler wurde beauftragt eine Medaille auf diesen Anlass zu entwerfen und zu fertigen.

 

Medaille auf Dr. Reiff

 Die Vorderseite zeigt im Hintergrund den Jubilar, der sich selber beobachtet bei seinem schönen Hobby, dem Betrachten einer Münze mit der Lupe. Die Inschrift in mehreren Zeilen lautet: 90 JAHRE | DR. FRITZ REIFF | 13. APRIL 1922 | NEUSTADT • SCHWARZWALD (Geburtsort) | FA. MERCK • DARMSTADT | ORG. CHEMIE (berufliche Tätigkeit) 2012. Im Feld die Künstlersignatur G.

 

 Medaille auf Dr. Reiff

Die Rückseite zeigt eine groß dargestellte Elektronhekte mit Umschrift: MYTILENE, LESBOS CA. 521-478 v. CHR. Um zu verdeutlichen wie klein die Originalmünze ist (ca. 10 mm), hat der Künstler die Münze nochmals in das Maul des Löwen platziert. Um die Münzdarstellung herum sind halbkreisförmig einige numismatische Aktivitäten und Ehrungen des Herrn Reiff aufgeführt. DR. FRITZ REIFF NUMISMATIKER • SEIT 1964 MITGLIED BEI | DEN MÜNZFREUNDEN DARMSTADT • 1962 e.V. • EHRENMITGLIED 1998 | PRINZ-ALEXANDER-MEDAILLE 2002 | 2. VORSITZENDER D.V’S 1965-67 • 1. VORSITZENDER 1967-98 | ••• JURY MITGLIED: ELIGIUS PREIS D. VERBANDES D. DT. MÜNZV’E | • 1977-90 •

Unten in der Umschrift: MÜNZFREUNDE DARMSTADT 1962 e.V.

Die Medaille misst 100 mm im Ø und wiegt 279 g.

Dem Künstler Peter G. Güttler ist es eindrucksvoll gelungen den Sammler und auch Forscher Dr. Fritz Reiff darzustellen, sowie seinen jahrzehntenlangen Einsatz für die Münzfreunde Darmstadt zu dokumentieren. Beiden sei an dieser Stelle herzlich gedankt.

Laudatio auf den PAM-Preisträger Gunter Quarg

Laudatio auf den PAM-Preisträger Gunter Quarg

Lieber und sehr verehrter Herr Dr. Quarg.

Anlässlich des zum vierten Mal von den "Münzfreunden Darmstadt" ausgerichteten Süddeutschen Münzsammlertreffens, das einen festlichen Rahmen gewährt, möchte unser Verein diese Gelegenheit nutzen, um Sie mit der Prinz-Alexander-Medaille für "Verdienste um die Darmstädter Münzfreunde und die Numismatik im allgemeinen" auszuzeichnen. Diese Ehrung wurde vor vier Jahren anlässlich des vierzigjährigen Bestehens des Vereins geschaffen und erstmalig vergeben. Heute ist es das zweite Mal, dass wir jemanden mit dieser Medaille auszeichnen wollen.

Mir ist es zugefallen, die Laudatio oder Lobrede, wie man so schön sagt, auf Sie zu halten und damit zugleich unsere Wahl zu begründen. Nun habe ich persönlich etwas gegen diesen Begriff "Lobrede", birgt er doch die Gefahr in sich, dass das Lob in Schmeichelei umkippt. Ich möchte darum bescheidener vorgehen und nur darlegen, was uns im Vorstand so fasziniert hat an Ihnen und Ihrem numismatischen Werk, dass wir uns für Sie als "Preisträger" entschlossen haben - was keinem von uns schwer fiel und einstimmig geschah. Somit wird mein Bericht zwar sehr subjektiv, dafür aber um so authentischer sein.

Ich kam erst 1991 in den Verein, als Sie, als Gründungsmitglied, schon ein "alter Hase" dort waren. Ich hörte - wann und worüber weiss ich nicht mehr - Ihren ersten Vortrag und war tief beeindruckt. Und dieses Gefesseltsein hat sich bis heute erhalten. Was ist es, das Sie so ungewöhnlich macht?

1. Mich hat damals verblüfft und beeindruckt Ihre lucide und druckreife Vortragsweise, gleichsam aus dem Stehgreif. Sie hatten zwar eine Liste mit den Dias, die zur Anschauung kommen sollten; aber kein Manuskript. Sie sprachen trotzdem ohne zu stocken, fliessend und selbstverständlich über den darzustellenden Gegenstand, ohne auch nur ein einziges Mal innehalten, nachdenken, sich verhaspeln oder wiederholen zu müssen. Wer selbst einige Erfahrung im Unterrichten und Vorträgehalten hat, kann das nur neidvoll bewundern. Sie brachten auch keine Literatur mit, um aus ihr zu zitieren. Sie hatten alles im Kopf. Nun könnte man denken, zu Hause oder im Hotelzimmer gäbe es ein Manuskript; aber das glaube ich nicht; denn in den Diskussionen nach Ihren Vorträgen waren Ihre Ausführungen genauso fliessend, so eindrucksvoll und selbstverstündlich wie vorher der Vortrag. Diese Mühelosigkeit hatte etwas Verblüffendes, denn sie war gepaart mit einem unerschüpflichen Wissen.

2. Und damit komme ich zum zweiten Punkt: Ihr unerschöpfliches Wissen. Wo immer man in der Diskussion durch eine Frage antippte, Sie konnten sofort Auskunft geben und zwar nicht nur über den engen Sachverhalt der Frage selbst, sondern über das gesamte historische und kulturelle Umfeld. Sie blieben nie nur beim rein Numismatischen, sondern verstanden es, die numismatischen Einzelheiten in die grösseren Zusammenhänge des Politisch-Geschichtlichen, des Geistesgeschichtlichen, ja des soziologischen Umfeldes einzubauen. Man blieb nie nur am Detail, so interessant dieses auch sein mochte, kleben. Immer eröffnete sich ein weiterer Horizont, über die einzelnen Münze oder Medaille hinaus.

Dass Sie kein gelernter Numismatiker sind, konnte man nicht merken. Und hier darf ich kurz biographisch einfügungen: Sie sind gelernter Chemiker mit einer anschliessenden Ausbildung als wissenschaftlicher Bibliothekar,der dann an der Universitäts-und Stadtbibliothek Köln seine Lebensstellung fand und für einen Teil des naturwissenschaftlichen Bereichs mit dem Schwerpunkt "Chemie" Ihnen mit Recht nach. Warum?

Sie haben dem Aphorismus Lichtenbergs "Wer nichts als Chemie versteht, versteht auch die nicht recht" alle Ehre gemacht. Neben Ihrem Haupthobby Numismatik - wenn ich es einmal so nennen darf - haben Sie vor allem für und in der Bibliothek Ausstellungen verschiedenster Art gemacht. Sie haben sich mit musikgeschichtlichen Fragen, mit Bibliophelie und Bücherkunde, mit Kölner Stadtgeschichte und vielem anderen beschäftigt. Die Fülle Ihrer Publikationen ist beeindruckend und nachzulesen in einer kleinen Schrift, die man in Küln zu Ihrer Verabschiedung herausgegeben hat. Sie enthält eine kurze Biographie und ein Verzeichnis Ihrer Veröffentlichungen. Dort kann fündig werden, wer sich intensiver mit diesem Teil Ihres Lebens und Wirkens beschäftigen möchte. Die Vielzahl der Vorträge, die Sie im Laufe der Jahrzehnte gehalten haben, blieb dabei selbstverständlich unberücksichtigt.

Zugleich waren Sie keineswegs nur ein Bücherwurm und Stubengelehrter, wie man sie so schön dargestellt im 19. Jahrhundert findet (siehe Spitzweg), sondern Sie haben durchaus in der Realität gelebt und, wenn es Ihnen sinnvoll erschien, auch in sie eingegriffen. Ich möchte nur ein Beispiel herausgreifen. Sie waren es, der damals über das deutsche Finanzministerium die EU-Finanzminister darauf hinwies, wie man bei der Gestaltung der neuen Währung des Euro, europäische und berechtigte nationale Interessen vereinigen könnte. Die meisten von Ihnen werden darüber informiert sein, weil nicht nur im "Numismatischen Nachrichtenblatt", sondern - wenn ich mich nicht irre - auch im Fernsehen darüber berichtet wurde. Die Lösung: eine gemeinsame europäische Seite, die den Nennwert der Münze angibt, und eine nationale Seite, die jedes Mitgliedsland aus seinem Kulturerbe gestalten durfte, war einfach genial. Dass Sie sich an ein ähnliches Vorgehen bei der Vereinheitlichung der verschiedenen deutschen Länder im 19. Jahrhundert anlehnten, tut dem keinen Abbruch. Warum soll man nicht manchmal auch aus der Geschichte lernen oder auf diese Art lebendig erhalten?

3. Ich kehre von diesen mehr sachlich-wissenschaftlich orientierten Ausführungen noch einmal zu dem persönlichen Erleben Ihrer Person zurück. Dazu muss ich kurz erwähnen, dass ich seit ca. 1998 für die Programmgestaltung der "Darmstädter Münzfreunde" verantwortlich bin. Und da waren Sie wirklich ein "Freund" der "Münzfreunde". Sie haben aus jeder Verlegenheit geholfen, wenn es irgend ging. Fragte man nach einem Vortrag für das kommende Jahr, so hatten Sie selbstverständlich etwas parat. Ja, manchmal befand ich mich in der glücklichen Lage, gar nicht erst bitten oder anfragen zu müssen, sondern Sie machten eigene Vorschläge. Es war fabelhaft. Ich bekam auch, sobald der Termin vereinbart war, nach kürzester Zeit schon eine Liste mit den vorzustellenden Dias zugeschickt, so dass ich sicher war: Dieser Vortrag steht. Und wenn ich einmal so unhöflich sein musste, wie es das Jubiläumsjahr Liebigs erforderte, dass ich Sie bitten musste, Ihren Alexandervortrag auf das nächste Jahr zu verschieben, und Sie statt dessen um einen Liebigvortrag bat, so waren Sie keineswegs gekränkt, sondern sofort bereit, diesen Wunsch zu erfüllen.

Wieviel Sie für den Verein getan haben, wie gut die Zusammenarbeit mit Ihnen war, stets freundlich, zuvorkommend und hilfsbereit von Ihrer Seite, können wohl nur die Vorstandsmitglieder ermessen. Und so war es für uns auch eine Selbstverständlichkeit, Sie im Rahmen des Süddeutschen Münzsammlertreffens mit der Prinz-Alexander-Medaille auszuzeichnen, denn Sie haben wahrhaft über die Jahrzehnte hin viel für die "Münzfreunde Darmstadt" - abgesehen von Ihrer eigenen umfangreichen Sammlertätigkeit und Ihren numismatischen Verüffentlichungen, die ja allen an diesem Fach Interssierten zugute kamen - getan und sich für unsere Programme selbstlos eingesetzt. Wir können das nicht zurückgeben, aber wir hoffen und wünschten uns, dass wir Ihnen mit dieser kleinen Anerkennung eine Freude machen - zum Beginn Ihres Ruhestandes. Für diesen wünschen wir Ihnen alles Gute, viel Kraft und Frische für weitere numismatische Arbeiten, für Publikationen im "Nachrichtenblatt" und Vorträge bei uns. Wir wünschen Ihnen aber auch Freude an der Freiheit vom Berufsleben und dem Mehr an Zeit für Ihre "Liebhabereien". Nochmals: herzlichen Dank.


Dr. Elfriede Neubuhr-Naumann
2. Vorsitzende Münzfreunde Darmstadt 1962 e.V.