Verein

Vorsitzender:
Günter Unshelm

Brucknerstr. 34
40721 Hilden
Tel. und Fax (02103) 40549

 

Internet: www.muenzfreunde.de



Vortragsveranstaltungen:
Es finden vierteljährlich Vortragsveranstaltungen statt, jeweils am zweiten Sonntag des dritten Monats im Veranstaltungsraum auf Schloss Burg (Solingen-Burg, Schlossplatz)  Beginn 10.30 Uhr.

 

Veranstaltungen

Vortragsveranstaltungen im Veranstaltungsraum auf Schloss Burg (Solingen-Burg, Schlossplatz)  Beginn 10.30 Uhr.

 

12. März 2017

11. Juni 2017 (Dr. Sebastian Steinbach, Osnabrück: Friedrich II.)

10. September 2017

10. Dezember 2017

 

Wir freuen uns über eine rege Teilnahme

Rückblick

 

Ein Wikingerkönig, normannische Eroberer und die Statuten von Kilkenny - Irlands Münzgeschichte im Mittelalter (10. —15. Jahrhundert)

 12. Juni 2016

Dr. Sebastian Steinbach, Osnabrück: Ein Wikingerkönig, normannische Eroberer und die Statuten von Kilkenny - Irlands Münzgeschichte im Mittelalter (10. —15. Jahrhundert)

 

An der geographischen Peripherie Europas im Mitte/alter gelegen, kam die irische Insel erst vergleichsweise spät gegen Ende des 10. Jahrhunderts mit Geld und Münzen in Kontakt. Die jahrhundertelange Fremdherrschaft von Wikingern und Anglo-Normannen hat dafür umso deutlichere Spuren in der irischen Münzprägung hinterlassen und sogar Rückwirkungen auf die Prägungen des Kontinents und insbesondere des Deutschen Reiches gehabt. Der Vortrag verfolgte anhand zahlreicher Karten und Abbildungen die Geschichte des irischen Geldes von den frühen wikigerzeitlichen Imitationen englischer Pennies bis zu den Prägungen aus der Zeit der englischen Rosenkriege (1455-1485) des Spätmittelalters. Auf unserer Reise durch "das Geld der grünen Insel" begegneten uns so interessante historische Persönlichkeiten wie der irische Nationalheld Brian Ború, der aus den Robin-Hood-Erzählungen bekannte "Prinz John" oder der schottische König "Robert the Bruce".

 gez. Günter Unshelm

Münzprägung im Königreich Kastillien-León

8. März 2015

Dr. Sebastian Steinbach, Osnabrück: Münzprägung im Königreich Kastillien-León

 

Vom Untergang des Westgotenreiches (711/714) bis zur Mitte des 11. Jahrhunderts wurden von den christlichen Königreichen auf der iberischen Halbinsel nahezu keine eigenen Münzen geprägt. Das wichtigste Umlaufgeld in Nordspanien waren in dieser Zeit die Münzen des muslimisch besetzten Südens aus dem Emirat/Kalifat von Córdoba. Erst danach entstanden erste eigenständige Prägungen im geographischen Raum der späteren Machtblöcke Kastilien-León und Katalonien-Aragón. Das Bedürfnis nach eigenem Münzgeld fällt dabei zusammen mit einem allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung, der mit der Rückeroberung Spaniens von den Mauren (Reconquista) und den Pilgerströmen nach Santiago de Compostela (Jakobsweg) in Verbindung steht. Der Vortrag verfolgt anhand zahlreicher Karten und Abbildungen die Spuren der ersten eigenständigen Münzprägung im Königreich Kastilien-León unter Alfons VI. (1065/1072 -1109) und fragt nach Ursachen und Vorbildern der verschiedenen Emissionen. Dabei werden sowohl die bewegte und spannende Geschichte Spaniens im Hochmittelalter als auch die illustre Heldengestalt von „El Cid" eine Rolle spielen, der den meisten vermutlich durch die gleichnamige Hollywoodverfilmung von 1961 mit Charlton Heston bekannt ist.