Verein

Vorsitzender:
Günter Unshelm

Brucknerstr. 34
40721 Hilden
Tel. und Fax (02103) 40549

 

Internet: www.muenzfreunde.de



Vortragsveranstaltungen:
Es finden vierteljährlich Vortragsveranstaltungen statt, jeweils am zweiten Sonntag im März, Juni, September und Dezemberin der Kemenate  auf Schloss Burg (Solingen-Burg, Schlossplatz)  Beginn 10.30 Uhr.

 

11. März 2018

10. Juni 2018

9. September 2018

9. Dezember 2018

 

Veranstaltungen

Am Sonntag, dem 10. Juni 2018, lädt die Bergische Numismatische Gesellschaft ab 10.30 Uhr im Veranstaltungsraum auf Schloss Burg (Solingen-Burg, Schlossplatz) zum Vortrag von

PD Dr. Sebastian Steinbach, Osnabrück, über „Segovia - Eine spanische Münzstätte und ihre Prägungen zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit" ein.

Im Jahre 1583 gründete der spanische König Philipp II. (1556-1598) in Segovia neben der bereits seit dem Mittelalter bestehenden Münzstätte eine Prägeanstalt, die bald zu den modernsten ihrer Art in Europa gehören sollte. Dafür ließ er nicht nur von seinem Hofarchitekten Juan de Herrera (1533-1597) ein aufwendiges Gebäude planen und bauen, sondern holte sich auch Experten der Walzenprägung und die dazugehörigen Maschinen aus dem mehr als 1.700 Kilometer entfernten Hall in Tirol nach Zentralspanien - für die damalige Zeit ein gewaltiges logistisches Unternehmen, das nicht ohne Schwierigkeiten ablief. Der Vortrag verfolgt die Geschichte der Münzstätte(n) von Segovia vom Spätmittelalter bis zum Ende des 16. Jahrhunderts und erläutert anhand zahlreicher Karten und Abbildungen die Anlage sowohl des Gebäudes als auch der Prägemaschinen und die spannenden Geschichten dahinter. Darüber hinaus wird der „Weg einer Münze" durch die noch heute zu besichtigende Prägeanstalt nachverfolgt und ein Einblick in die Wirtschafts- und Technikgeschichte des spanischen Weltreiches am Beginn der Frühen Neuzeit gegeben. 

 

 

Wir freuen uns über eine rege Teilnahme

Rückblick

Die Erben Alexanders des Großen in Asien: Graeko-Baktrische und Indo-Griechische Münzen

11.März 2018

Dr. Limbourg, Düsseldorf, über „Die Erben Alexanders des Großen in Asien: Graeko-Baktrische und Indo-Griechische Münzen“.

Über den Eroberungszug Alexanders des Großen bis nach Mittelasien und an die Grenzen Indiens ist viel geschrieben worden. Im äußersten Osten seiner Eroberung ist ein griechisches Reich entstanden, das 300 Jahre bestand, davon ca. 240 Jahre getrennt von der hellenistischen Welt durch eine ca. 2000 km große Entfernung. Von diesem Reich haben nur sehr wenige Zeugnisse die Zeit überdauert und es gibt so gut wie keine schriftlichen Quellen. Alles, was wir über seine Existenz und seine Herrscher wissen, erfahren wir von den Münzen, die zwischen ca. 325 v. Chr. und 10 n. Chr. geprägt wurden. Die Münzen der Hochzeit dieses Reiches sind Paradebeispiele hellenistischer Münzkunst.

Ein Wikingerkönig, normannische Eroberer und die Statuten von Kilkenny - Irlands Münzgeschichte im Mittelalter (10. —15. Jahrhundert)

 12. Juni 2016

Dr. Sebastian Steinbach, Osnabrück: Ein Wikingerkönig, normannische Eroberer und die Statuten von Kilkenny - Irlands Münzgeschichte im Mittelalter (10. —15. Jahrhundert)

 

An der geographischen Peripherie Europas im Mittelalter gelegen, kam die irische Insel erst vergleichsweise spät gegen Ende des 10. Jahrhunderts mit Geld und Münzen in Kontakt. Die jahrhundertelange Fremdherrschaft von Wikingern und Anglo-Normannen hat dafür umso deutlichere Spuren in der irischen Münzprägung hinterlassen und sogar Rückwirkungen auf die Prägungen des Kontinents und insbesondere des Deutschen Reiches gehabt. Der Vortrag verfolgte anhand zahlreicher Karten und Abbildungen die Geschichte des irischen Geldes von den frühen wikigerzeitlichen Imitationen englischer Pennies bis zu den Prägungen aus der Zeit der englischen Rosenkriege (1455-1485) des Spätmittelalters. Auf unserer Reise durch "das Geld der grünen Insel" begegneten uns so interessante historische Persönlichkeiten wie der irische Nationalheld Brian Ború, der aus den Robin-Hood-Erzählungen bekannte "Prinz John" oder der schottische König "Robert the Bruce".

 gez. Günter Unshelm

Münzprägung im Königreich Kastillien-León

8. März 2015

Dr. Sebastian Steinbach, Osnabrück: Münzprägung im Königreich Kastillien-León

 

Vom Untergang des Westgotenreiches (711/714) bis zur Mitte des 11. Jahrhunderts wurden von den christlichen Königreichen auf der iberischen Halbinsel nahezu keine eigenen Münzen geprägt. Das wichtigste Umlaufgeld in Nordspanien waren in dieser Zeit die Münzen des muslimisch besetzten Südens aus dem Emirat/Kalifat von Córdoba. Erst danach entstanden erste eigenständige Prägungen im geographischen Raum der späteren Machtblöcke Kastilien-León und Katalonien-Aragón. Das Bedürfnis nach eigenem Münzgeld fällt dabei zusammen mit einem allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung, der mit der Rückeroberung Spaniens von den Mauren (Reconquista) und den Pilgerströmen nach Santiago de Compostela (Jakobsweg) in Verbindung steht. Der Vortrag verfolgt anhand zahlreicher Karten und Abbildungen die Spuren der ersten eigenständigen Münzprägung im Königreich Kastilien-León unter Alfons VI. (1065/1072 -1109) und fragt nach Ursachen und Vorbildern der verschiedenen Emissionen. Dabei werden sowohl die bewegte und spannende Geschichte Spaniens im Hochmittelalter als auch die illustre Heldengestalt von „El Cid" eine Rolle spielen, der den meisten vermutlich durch die gleichnamige Hollywoodverfilmung von 1961 mit Charlton Heston bekannt ist.